Nahe der Inseln Lesbos und SamosGriechenland: Zwölf Flüchtlinge sterben bei Bootsunglücken
Bei zwei Unglücken mit Flüchtlingsbooten sind in Griechenland mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen.
Im einen Fall kollidierte in der Nacht südöstlich der Insel Lesbos ein Flüchtlingsboot mit einem Boot der griechischen Küstenwache. Sechs Menschen, darunter ein Säugling, seien dabei ums Leben gekommen, berichtete der Sender ERTNews unter Berufung auf die Behörden. Acht Menschen wurden demnach gerettet, der genaue Unfallhergang soll untersucht werden.
Nördlich der Insel Samos läuft derweil eine Such- und Rettungsaktion, nachdem ein Flüchtlingsboot gekentert war. Die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA berichtete, bislang seien sechs Menschen tot geborgen worden. 14 weitere konnten demnach gerettet werden.
Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind die Flüchtlingsankünfte in Griechenland in diesem Jahr rückläufig. Stand 11. Oktober wurden rund 25.000 Ankünfte über den Seeweg verzeichnet. Im gesamten vergangenen Jahr waren es rund 42.000.