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Schritt der RegierungGroßbritannien verstaatlicht angeschlagenen Stahlkonzern British Steel

16.07.2026, 10:22 Uhr
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(Foto: Matt Dunham/AP/dpa)

Großbritannien hat den angeschlagenen Stahlkonzern British Steel verstaatlicht.

Die Übernahme des ehemals in chinesischem Besitz befindlichen Unternehmens sei abgeschlossen, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Verstaatlichung sei notwendig, um das nationale Interesse Großbritanniens zu wahren. "British Steel ist Teil des Gefüges unserer Nation und ein Eckpfeiler der britischen Industriestärke", sagte der scheidende Premierminister Keir Starmer. Die Entscheidung sichere die Zukunft der Stahlherstellung im Vereinigten Königreich, schütze qualifizierte Arbeitsplätze und bewahre eine lebenswichtige nationale Fähigkeit.

Die Regierung hatte bereits im April 2025 die operative Kontrolle über British Steel von den chinesischen Eigentümern Jingye übernommen. Damit sollte die Schließung des Stahlwerks im nordenglischen Scunthorpe verhindert und 2.700 Arbeitsplätze am Standort sowie Tausende weitere in der Lieferkette gesichert werden. Das Werk, der letzte verbliebene Standort für die Primärstahlherstellung im Land, hatte in den vergangenen Jahren mit hohen Energiekosten und einem Überangebot an Stahl auf dem Weltmarkt zu kämpfen.

Nachdem es dem Staat nicht gelungen war, einen Käufer für das 1988 unter der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher privatisierte Unternehmen zu finden, kündigte Starmer im Mai dieses Jahres ein Gesetz zur Übernahme an. Ein neues Führungsteam soll nun den Betrieb stabilisieren und British Steel zu einem wirtschaftlich tragfähigen und kohlenstoffarm produzierenden Unternehmen umbauen. 

Quelle: ntv.de, rts

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