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Aber gute Qualität erwartetHitze und Trockenheit drücken deutsche Weinernte

13.10.2026, 09:07 Uhr
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(Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich)

Deutschlands Winzer erwarten in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Weinernte.

Die Erntemenge werde voraussichtlich bei 8,0 Millionen Hektoliter Weinmost liegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das wären zwar fünf Prozent mehr als im schwachen Vorjahr, aber vier Prozent weniger als im längerfristigen Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. "Das bisherige Weinjahr 2026 ist durch Trockenheit und Hitze gekennzeichnet", erklärte das Statistikamt. "Durch den Wassermangel bleiben die Traubenbeeren eher klein, was sich auf die zu erwartenden Erntemengen auswirkt."

Die gute Nachricht für Weintrinker: Der Wassermangel führt zu einer höheren Konzentration der Inhaltsstoffe in den Trauben. Das lasse voraussichtlich "einen qualitativ guten Weinjahrgang erwarten", so das Statistikamt. Großflächige Schäden seien, abgesehen von lokal begrenzten Hagelereignissen, bisher ausgeblieben.

Die Entwicklung fällt in den deutschen Anbaugebieten sehr unterschiedlich aus. In den drei größten Regionen Rheinhessen, Pfalz und Baden werden deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Dies liegt allerdings auch daran, dass dort die Erntemengen 2025 besonders niedrig ausgefallen waren. Rückgänge werden hingegen unter anderem für die Mosel, Franken und die Ahr prognostiziert. Bei den Rebsorten dürfte vor allem der Riesling mit einem Plus von acht Prozent auf 1,8 Millionen Hektoliter zulegen. Für den Dornfelder wird sogar ein Zuwachs von neun Prozent erwartet. Dagegen wird bei den Sorten Grüner Silvaner und Blauer Portugieser mit einer geringeren Erntemenge gerechnet.

Insgesamt dürften der Schätzung zufolge 70 Prozent der Ernte auf Weißwein entfallen und 30 Prozent auf Rotwein. Die Zahlen beruhen auf einer Schätzung vom 20. September. Die Statistiker wiesen darauf hin, dass sich die erwarteten Mengen je nach Witterung und dem möglichen Auftreten von Schädlingen bis zum Abschluss der Lese noch ändern können.

Quelle: ntv.de, rts

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