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Streit um US-InvestorenIG Metall kritisiert Audi-Chef nach Trump-Auftritt als "politisch inakzeptabel"

26.10.2026, 09:05 Uhr
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Die Chefin der IG Metall, Christiane Benner, hat den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner, als "politisch inakzeptabel" kritisiert.

Die Art und Weise, wie Döllner sich und Audi in den USA präsentiert habe, sei außerdem "peinlich" und den "Audianerinnen und Audianern nicht würdig", erklärte sie am Montag. Döllner habe "eklatant" die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordnen.

Döllner war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung der regierenden Republikaner im US-Bundesstaat Georgia an der Seite von US-Präsident Donald Trump aufgetreten. Die VW-Tochter will in Georgia ihr erstes Werk in den USA bauen, die Investition soll 4,2 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) betragen. Laut Unternehmen werden etwa 4500 Arbeitsplätze geschaffen.

IG-Metall-Chefin Benner betonte, die Entscheidung für einen möglichen Fabrikneubau in den USA stehe unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung, das finale Votum werde "mit ganzheitlichem Blick richtiger- und wichtigerweise im Aufsichtsrat der Volkswagen AG getroffen".

Der Autoexperte Frank Schwope von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Berlin sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, der Bau eines neuen Audi-Werks in den USA gefährde "tendenziell Arbeitsplätze in Deutschland". VW habe bereits Überkapazitäten. Schwope befürchtet eine Verlagerung von Modellen und Arbeitsplätzen, "sodass deutsche Werke überflüssig werden". Besonders gefährdet sieht er Neckarsulm mit rund 15.000 Beschäftigten. Auch Porsche-Jobs in Deutschland könnten wegfallen, falls künftig Porsche-Modelle im neuen US-Werk gebaut würden.

Audi erklärte auf "Bild"-Anfrage, die US-Investition sei "keine Entscheidung gegen Deutschland". Ein erfolgreiches US-Geschäft könne zusätzliche Produktion für europäische Werke ermöglichen und die Auslastung deutscher Standorte stärken. Die Investitionspläne für Deutschland blieben unverändert. Eine Audi-Sprecherin erklärte: "Jeder Standort muss seinen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Stärke von Audi leisten."

Quelle: ntv.de, AFP

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