Kurznachrichten

Kämpfen für politische und kulturelle ÖffnungIran: Reformfront-Chefin nach mehreren Tagen Haft wieder frei

13.02.2026, 17:30 Uhr
Eine-iranische-Einheit-des-Korps-der-Islamischen-Revolutionsgarden-IRGC-schwenkt-eine-iranische-Flagge-waehrend-einer-anti-israelischen-Kundgebung-auf-dem-Platz-der-Islamischen-Revolution
Eine iranische Einheit des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) schwenkt eine iranische Flagge während einer anti-israelischen Kundgebung auf dem Platz der Islamischen Revolution. (zu dpa: «Deutsches Urteil soll Terror-Listung von Revolutionsgarden ermöglichen») +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

Im Iran ist die Vorsitzende der oppositionellen Reformfront, Azar Mansouri, nach mehreren Tagen in Haft wieder frei.

Im Iran ist die Vorsitzende der oppositionellen Reformfront, Azar Mansouri, nach mehreren Tagen in Haft wieder frei. Wie ihr Anwalt Hojjat Kermani am Freitag der Nachrichtenagentur Isna sagte, wurde Mansouri nach der Zahlung einer Kaution freigelassen. Die 60-jährige Mansouri, eine frühere Beraterin des reformorientierten Ex-Präsidenten Mohammad Chatami, war am vergangenen Sonntag festgenommen worden. Auch zwei Verbündete der Reformfront-Chefin, der Sprecher des Parteienbündnisses, Dschawad Emam, und der Ex-Abgeordnete Ebrahim Asgharzadeh, saßen seitdem in Haft. Beide wurden nach Angaben von Kermani am Donnerstag wieder freigelassen, ebenfalls nach der Zahlung einer Kaution.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars wurde den drei Reformern von den iranischen Behörden zur Last gelegt, die nationale Einheit des Iran untergraben und "feindliche Propaganda" koordiniert zu haben. Festgenommen wurden sie mehrere Wochen nach den Massenprotesten im Iran, bei denen tausende Menschen getötet und viele weitere festgenommen worden waren. Mansouri hatte die Proteste unterstützt.

Die Reformer im Iran setzen sich für eine politische und kulturelle Öffnung des Landes ein. Vor der Präsidentschaftswahl 2024 hatten sie den derzeitigen Präsidenten Massud Peseschkian unterstützt. 2009 war Reformfront-Sprecher Emam am Wahlkampf des Präsidentschaftskandidaten Mir Hussein Mussawi beteiligt gewesen. Der ehemalige Regierungschef steht seit 2011 unter Hausarrest.

Quelle: ntv.de, afp

Regionales