Bericht zu neuen RegelnKraftfahrt-Bundesamt fordert strengere Vorschriften für versenkbare Auto-Türgriffe

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg fordert einem Medienbericht zufolge neue Vorschriften für versenkbare Türgriffe von Autos.
"Wir stehen wegen der Türgriffe im Austausch mit den Zulassungsbehörden anderer Länder und setzen uns für Änderungen der Regulierung ein", zitierte die "Wirtschaftswoche" am Donnerstag einen KBA-Sprecher. Hintergrund ist, dass Türen mit versenkten Griffen ohne intakte Stromversorgung häufig nicht geöffnet werden können.
Passieren kann dies etwa nach Unfällen. Die "Wirtschaftswoche" verwies darauf, dass im September im nordrhein-westfälischen Schwerte ein Mann und zwei Kinder in einem Tesla Model S ums Leben gekommen seien, weil sich nach einem Unfall die Türen mit versenkten Griffen nicht hätten öffnen lassen. Die Staatsanwaltschaft ermittele in dem Fall und habe das KBA um fachliche Einschätzung gebeten.
Bei Tesla sind elektrisch versenkte Griffe Standard. Sie kommen aber auch bei anderen Marken zum Einsatz. Das in Schwerte verunglückte Tesla-Modell sei laut KBA in den Niederlanden von der zuständigen Behörde zugelassen worden, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter. Bereits seit einigen Wochen tausche sich das KBA mit der niederländischen Zulassungsbehörde RDA und Behörden anderer Länder aus. Nun sei das KBA zu dem Entschluss gekommen, dass die europäischen Regeln für die Zulassung solcher Türsysteme geändert werden sollten.
In China haben die Behörden bereits ein Verbot elektrisch versenkbarer Türgriffe ab kommendem Jahr verhängt, wenn es nicht auch eine mechanische Entriegelungsmöglichkeit gibt. Laut "Wirtschaftswoche" sieht ein Gesetzesentwurf in den USA eine ähnliche Vorschrift vor.