Nachfrage im AuslandLebkuchen-Produktion um zehn Prozent zurückgegangen

Alle Jahre wieder: Schon Wochen vor der Weihnachtszeit sind die Supermarktregale gut mit Lebkuchen gefüllt.
Allerdings ist in Deutschland die Produktion dieser Leckerei zuletzt deutlich zurückgegangen. Sie sank im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf gut 72.800 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre. Damit die Waren rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Handel gelangen, fahren die Hersteller ihre Produktion bereits im Sommer hoch. So entfiel 2025 mehr als ein Drittel der Jahresproduktion auf die Monate Juli bis September.
Lebkuchen aus Deutschland sind auch im Ausland gefragt. Im Jahr 2025 wurden knapp 20.000 Tonnen des Weihnachtsgebäcks exportiert, der Großteil davon ging ins europäische Ausland. Wichtigste Abnehmer waren Österreich mit 4200 Tonnen, Polen mit 3700 Tonnen und Frankreich mit 2100 Tonnen. Etwa die Hälfte der deutschen Lebkuchen-Exporte ging damit in diese drei Nachbarländer. Außerhalb Europas waren die USA mit 1100 Tonnen der wichtigste Markt, es folgten Australien (400 Tonnen) und Brasilien (300 Tonnen).
Zugleich importierte Deutschland gut 10.000 Tonnen Lebkuchen. Der größte Teil davon kam mit 5300 Tonnen aus dem Nachbarland Polen, was einem Anteil von 53 Prozent entspricht. Weitere elf Prozent stammten jeweils aus Italien und der Ukraine (je 1100 Tonnen).
Von besonderer Bedeutung für das Geschäft ist die zweite Jahreshälfte. Fast 90 Prozent der Ausfuhren fanden 2025 in diesem Zeitraum statt. Die exportstärksten Monate waren dabei der August und September, in denen zusammen fast die Hälfte aller Lebkuchen-Exporte getätigt wurden.
Die Statistik erfasst dabei Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten. Die offizielle Güterbezeichnung lautet "Leb- und Honigkuchen und ähnliche Waren".