Bitkom erwartet UmsatzrückgangMarkt für Unterhaltungselektronik schrumpft auf 7,6 Milliarden Euro

Der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland schrumpft weiter.
Nach Prognosen des Branchenverbandes Bitkom dürften die Gesamtumsätze in diesem Jahr um 2,4 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zurückgehen. Wie der Digitalverband am Montag in Berlin mitteilte, sorgt gleichzeitig Künstliche Intelligenz für neue Entwicklungen, etwa bei Filmen und Musik oder bei smarten Kopfhörern und Brillen. Nach dem Schub in der Coronavirus-Krise auf 9,3 Milliarden Euro sinke der Umsatz vermutlich das sechste Jahr in Folge. "Technik wird selektiver gekauft: Größere Anschaffungen werden stärker abgewogen, häufiger verschoben oder über Aktionen realisiert", sagte Bitkom-Experte Olaf May. Das dynamische Wachstum in einigen Technologie-Nischen könne dies bislang nicht kompensieren.
Flachbild-Fernseher dürften 2026 mit 2,81 Milliarden Euro weiterhin den mit Abstand größten Anteil am Markt haben. Das würde aber einem Umsatzrückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen. "Die WM und größere Bildschirme stützen den Absatz, durch Preisdruck und Promotions bleiben die Umsätze aber rückläufig", so May. Mit Spielekonsolen werden voraussichtlich 840 Millionen Euro Umsatz erzielt, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Audio- und Videozubehör sowie Digitalkameras werden dagegen wohl Zuwächse verzeichnen. Bei ersterem wird mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro gerechnet. Digitalkameras dürften um zwei Prozent auf 580 Millionen Euro zulegen, allerdings nach Jahren des Rückgangs.