Feststellung von Klimainstitut Meeres-Hitzewelle im nordwestlichen Mittelmeer erreicht Rekordwert

Eine Meeres-Hitzewelle im nordwestlichen Mittelmeer hat nach Angaben eines spanischen Klima-Instituts einen Rekord gebrochen.
Das Wasser in dem Gebiet war im Durchschnitt 5,2 Grad Celsius wärmer als der Rekordwert aus dem Jahr 1982, wie der Forscher Justino Martínez vom Institut für Meereswissenschaften in Barcelona am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Die durchschnittliche Intensität einer Meeres-Hitzewelle wird anhand der Differenz zwischen der für ein bestimmtes Datum in einem bestimmten Gebiet erwarteten Durchschnittstemperatur und der letztlich tatsächlich erreichten Temperatur berechnet. Am Montag erreichte dieser Wert im nordwestlichen Mittelmeer laut Martínez den Rekordwert von 5,2 Grad Celsius.
Die Gewässer nördlich der Balearen sowie westlich von Korsika und Sardinien seien "sehr stark betroffen" von der "sehr ausgeprägten" atmosphärischen Hitzewelle, die derzeit Europa trifft, sagte Martínez AFP. Der Rekordwert im nordwestlichen Mittelmeer sei gemessen worden, nachdem sich die Hitzewelle nach Osteuropa verlagert hatte, da "Wasser immer mehr Trägheit besitzt" und Meeres-Hitzewellen "einige Tage länger anhalten". Andere Regionen des Mittelmeers seien deutlich weniger betroffen.
Seit Beginn des Industriezeitalters haben die Ozeane 90 Prozent der überschüssigen Wärme aufgenommen, die durch menschliche Aktivitäten erzeugt wurde. Europa ist nach Angaben von Wissenschaftlern der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Welt. Im Oktober 2024 hatte das aufgeheizte Mittelmeer einen verheerenden Sturm befeuert, der die folgenreichsten Überschwemmungen in Spanien seit Jahrzehnten mit mehr als 230 Todesopfern zur Folge hatte.