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Nach Sturzflut im HimalayaMehr als 900 Tote und 5000 Vermisste registriert

31.08.2026, 13:50 Uhr
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Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet suchen die Rettungskräfte nach einer immer größeren Zahl von Vermissten.

Auf beiden Seiten der Grenze registrierten die Behörden bis Montag mehr als 900 Todes- und fast 5000 Vermisstenfälle. In Nepal kämpften sich die Suchmannschaften etwa mit wachsender Sorge durch Schlamm und Geröll, um mehr als hundert in einem verschütteten Tunnel vermutete Bauarbeiter zu befreien.

Seit der Sturzflut vom vergangenen Mittwoch werden in Nepal insgesamt mehr als 930 Arbeiter vermisst, die in Wasserkraftwerken oder auf Baustellen für neue Staudämme gearbeitet hatten. Die Regierung geht davon aus, dass mehr als hundert von ihnen noch leben und in einem der schlammverschütteten Tunnel eingeschlossen sind.

"Die Rettungs- und Sucheinsätze am Standort Trishuli 3 werden fortgesetzt", erklärte Nepals Armee am Montag. Die Suchmannschaften seien weiter damit beschäftigt, Wasser und Geröll aus dem Tunnel zu entfernen. Dabei kämen auch Sprengstoff und zwei Bagger zum Einsatz.

Am Standort Trishuli 3A war es Einsatzkräften der Armee am Wochenende gelungen, mit Bohrgeräten den oberen Teil eines verschütteten Tunnels zu durchbrechen und Luft hineinzupumpen. Als Mitglieder der Suchmannschaft sich an Seilen hinabließen und in den Tunnel hineinriefen, bekamen sie aber "keine Antwort", wie Nepals Regierungschef Balendra Shah mitteilte.

In zwei anderen Tunneln wurden nach Armeeangaben mittlerweile drei Leichen geborgen. Neben der Armee sind auch auf Tunnelrettungen spezialisierte Teams aus Indien, China und Südkorea sowie Nepals erfahrene Bergrettungsteams an den Einsätzen beteiligt.

Bei der Suche nach Verschütteten gab es am Wochenende aber auch Hoffnungsschimmer: Ein sechsjähriges Mädchen, das am Freitag aus den Schlammmassen gerettet wurde, ist mittlerweile wieder mit seinen Eltern vereint. Die Polizei hatte die Kleine gefunden, weil sie geweint und nach ihrer Mutter gerufen hatte. "Ihr Körper steckte im Schlamm, aber ihr Kopf war im Freien", teilte Polizeisprecher Netra Bahadur Karki mit.

Quelle: ntv.de, AFP

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