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Gesetz verabschiedetMyanmar: Todesstrafe gegen Betreiber von Online-Betrugszentren künftig möglich

28.07.2026, 11:22 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Das Parlament in Myanmar hat ein Gesetz verabschiedet, das die Verhängung der Todesstrafe gegen Beschuldigte ermöglicht, die andere zur Arbeit in Online-Betrugszentren zwingen.

Darüber hinaus sieht das Gesetz weitere Strafen von zehn Jahren bis zu lebenslanger Haft vor für Menschen, die mit "Folter, rechtswidrigem Festhalten und Inhaftierungen oder grausamer Behandlung Menschen zur Begehung von Online-Betrug zwingen", heißt es in dem Entwurf vom Mai.

In dem Bürgerkriegsland Myanmar, in dem es vor allem in Grenzregionen kaum noch staatliche Strukturen gibt, betreiben kriminelle Banden zahlreiche Einrichtungen, die auf Betrugshandlungen im Internet ausgelegt sind. Dabei geht es zum Beispiel um "Romance Scams", also das Vorspielen einer Liebesbeziehung, um an das Geld der Opfer zu kommen. Andere lukrative Maschen sind der Betrug mit Kryptowährungen oder durch Online-Glücksspiel. Die Betreiber der Zentren beuten dabei auch Ausländer aus, die zu den illegalen Aktivitäten in den Scam-Zentren gezwungen werden.

Der Militärjunta in Myanmar wurde lange vorgeworfen, bei entsprechenden Betrügereien wegzuschauen. Seit Anfang des Jahres geht sie aber verstärkt gegen die Zentren und deren Betreiber vor. Experten zufolge steckt dahinter der Druck Chinas, einem wichtigen Unterstützer der Junta.

Die Online-Betrugsbranche boomt in ganz Südostasien. Im Kampf gegen die Einrichtungen hat China zuletzt die Zusammenarbeit mit anderen Regierungen in der Region verstärkt. Tausende Chinesen wurden in der Folge in ihre Heimat ausgeliefert, wo sie sich vor Gericht verantworten müssen.

Quelle: ntv.de, AFP

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