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Neue Zahlen veröffentlichtMehr Kinder und Jugendliche leben in Deutschland in Heimen oder Pflegefamilien

23.03.2026, 09:43 Uhr
Die-Ombudsstelle-der-Kinder-und-Jugendhilfe-hat-im-vergangenen-Jahr-rund-270-Beratungen-durchgefuehrt

Die Zahl der in Heimen oder Pflegefamilien lebenden Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist erneut gestiegen.

2024 wurden dort insgesamt 221.000 junge Menschen betreut, rund 7000 mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Nach davor fünf Jahren Rückgang war es der zweite Anstieg in Folge.

Ein Grund für die neue Zunahme sind den Statistikern zufolge die Entwicklungen rund um ehemals unbegleitet eingereiste Minderjährige. Nach einer vorübergehenden Inobhutnahme durch die Jugendämter werden sie oft in Heimen und betreuten Wohnformen oder - seltener - in Pflegefamilien untergebracht. Gut zwei Drittel des Anstiegs im Jahr 2024 - 69 Prozent oder 4800 Fälle - seien dadurch zu erklären.

Mit einem Anteil von 57 Prozent wurden mehr Jungen als Mädchen (43 Prozent) außerhalb der eigenen Familie betreut. Etwa drei Viertel von ihnen waren noch minderjährig. Bis zum Alter von zehn Jahren wuchsen die Kinder häufiger in Pflegefamilien auf, ab dem elften Lebensjahr in Heimen.

In fast jedem zweiten Fall seien die Eltern der Kinder alleinerziehend. Bei knapp einem Fünftel der Herkunftsfamilien handle es sich um zusammenlebende Elternpaare und in weiteren 16 Prozent um Elternteile in neuer Partnerschaft.

In 17 Prozent der Fälle sei die Familiensituation zum Beispiel wegen einer unbegleiteten Einreise als Flüchtling ungeklärt. In zwei Prozent der Fälle seien die Eltern verstorben, erklärten die Statistiker.

Die Betreuung außerhalb der eigenen Familie endete im Durchschnitt nach 2,4 Jahren. Mit 1,8 Jahren im Durchschnitt blieben die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kürzer in Heimen, in Pflegefamilien blieben sie 4,3 Jahre.

Quelle: ntv.de, AFP

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