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Erneuter RaketentestNordkorea feuert mutmaßliche Kurzstreckenrakete ins Meer ab

06.08.2026, 13:16 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/KCNA/KNS)

Nordkorea hat nach Angaben aus Südkorea und Japan mindestens eine Rakete in Richtung Osten ins Meer abgefeuert.

Gegen 17.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) sei eine Kurzstreckenrakete aus der Region Wonsan abgefeuert worden, teilte die südkoreanische Militärführung mit. Auch das japanische Verteidigungsministerium erklärte im Onlinedienst X, bei dem Geschoss könne es sich um eine "ballistische Rakete" gehandelt haben. Das Ministerium teilte später zudem mit, es gebe keine Auswirkungen "auf die Gegenden rund um Japan".

Pjöngjang hatte am Mittwoch mit "zusätzlichen militärischen Optionen" gedroht. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf Japan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vor, sich in einen "Kriegsstaat" zu verwandeln. Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi hatte zuvor angekündigt, das Land werde seine Armee ausbauen und umstrukturieren.

Tokio reagierte nicht unmittelbar auf die Drohung aus Nordkorea. Das Verteidigungsministerium teilte aber mit, die Streitkräfte blieben "auf das Mindesmaß" beschränkt und zielten nicht darauf ab, "anderen Ländern zu drohen". Das japanische Militär sei ausschließlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet, im Einklang mit der pazifistischen Verfassung des Landes.

Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen. In den vergangenen Jahren hat das stalinistisch regierte Land seine Beziehungen nach Russland ausgebaut und das von den USA unterstützte Südkorea als seinen "feindlichsten" Gegner bezeichnet. Die beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand.

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat Pjöngjang Verhandlungen angeboten, ohne vorab Bedingungen zu stellen, Nordkorea reagierte darauf bislang nicht.

Quelle: ntv.de, AFP

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