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Größter Pensionsfonds der WeltNorwegischer Staatsfonds könnte wieder in Atomwaffenhersteller investieren

15.10.2026, 12:13 Uhr
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(Foto: picture alliance / ZB)

Der norwegische Staatsfonds, der größte Pensionsfonds der Welt, könnte künftig wieder in Unternehmen investieren, die in die Herstellung von Atomwaffen involviert sind.

Die Ethik-Kommission des Fonds empfahl eine Änderung der entsprechenden Vorgaben. Demnach sollten Hersteller von Atomwaffen weiterhin ausgeschlossen bleiben, "es sei denn, es handelt sich um ein Unternehmen mit Sitz in einem Staat, der im Sinne des Atomwaffensperrvertrags (NVV) verfügt und ein Verbündeter Norwegens ist".

Der norwegische Staatsfonds hat ein Volumen von mehr als zwei Billionen Euro und hält Anteile an mehr als 7000 Unternehmen weltweit. Er speist sich aus den Einnahmen der norwegischen staatlichen Öl- und Gasunternehmen und unterliegt strengen Richtlinien etwa in Bezug auf Ethikfragen, Menschenrechte und den Umweltschutz. Wegen der Vorgaben zu Atomwaffen sind etwa Unternehmen wie Airbus, BAE Systems, Boeing, Lockheed Martin und Safran ausgeschlossen.

Die norwegische Regierung hatte vor dem Hintergrund einer Debatte um Investitionen in Unternehmen, die im Gaza-Konflikt eine Rolle spielen, eine Neubewertung der Ethikvorgaben beauftragt. Das entsprechende Gremium kam zu dem Schluss, dass es "paradox" sei, dass der norwegische Fonds heute "nicht in Unternehmen investieren darf, die für die Sicherheit Norwegens von entscheidender Bedeutung sein könnten".

Zugleich bekräftigte die Kommission, dass die übrigen ethischen Ausschlusskriterien wie die Herstellung von biologischen und chemischen Waffen, Minen, Streubomben und Ähnlichem, der Kohleabbau sowie die Produktion von Tabak und Cannabis unverändert bleiben sollten. Die Regierung in Oslo befasst sich nun mit den Empfehlungen.

Quelle: ntv.de, AFP

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