Gegen "Ausreden" der RegierungPKK meldet Abzug aller Kämpfer aus der Türkei

Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat nach eigenen Angaben alle ihrer Kämpfer aus der Türkei abgezogen.
"Wir haben alle unsere Streitkräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb der Türkei abgezogen, die als grenznah angesehen werden könnten", erklärte die PKK nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur ANF. Damit solle verhindert werden, dass die türkische Regierung "Ausreden vorbringt oder ihre unzureichende Herangehensweise an den (2024 begonnenen Friedens-)Prozess rechtfertigt".
Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hatte im vergangenen Jahr die PKK aufgerufen, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen. Nach diesem Aufruf vom Februar 2025 gab die PKK ihre Auflösung bekannt und erklärte ihren jahrzehntelangen bewaffneten Kampf für beendet.
Das türkische Parlament verabschiedete im August ein historisches Gesetz für eine eingeschränkte und an Bedingungen geknüpfte Amnestie für PKK-Kämpfer. Die PKK wirft der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan allerdings vor, den Prozess nicht schnell genug voranzutreiben. Das Gesetz enthält keine Angaben dazu, wie es mit dem seit 1999 in Haft sitzenden Öcalan weitergehen soll.