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Vermittlungsbemühungen am GolfPakistan schickt Armeechef in den Iran – Sorge vor neuer Eskalation wächst

20.10.2026, 12:57 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Iran sieht Verhandlungen mit den USA weiter mit Misstrauen und rechnet mit Krieg. Vermittler sind um Deeskalation bemüht. Nach einem Besuch aus Moskau folgt nun eine Visite aus Islamabad.

Pakistans Armeechef ist angesichts der neuen Kriegsgefahr am Persischen Golf für Gespräche in den Iran gereist. Feldmarschall Asim Munir, der bereits in der Vergangenheit zwischen der iranischen Führung und den USA vermittelt hatte, landete am Dienstag in Teheran, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete.

Die Sorgen vor einer Rückkehr zum offenen Krieg der USA und Israels gegen den Iran waren in den vergangenen Wochen gestiegen. Am Montag reiste US-Verteidigungsminister Pete Hegseth überraschend nach Israel und traf auf einem Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Im Iran gab es in den vergangenen Wochen Berichten zufolge Militärmanöver und Raketentests.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow war am Montag für Gespräche in Teheran. "Nie zuvor in unserer Geschichte haben der Iran und Russland so eng zusammengearbeitet wie jetzt", schrieb sein iranischer Kollege, Abbas Araghtschi, nach dem Treffen auf der Plattform X. Teheran hofft im Konflikt mit den USA auch auf militärische Unterstützung aus Russland.

Die Besuche von Lawrow und Munir sollten als Beginn einer russischen Initiative zur Deeskalation in der Region verstanden werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Geheimdienstkreisen erfuhr. Dabei gehe es sowohl um eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran als auch um den Konflikt im Jemen zwischen der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz und Saudi-Arabien. Als Verbündeter Saudi-Arabiens werde der pakistanische Unterhändler der Regierung in Teheran eine Nachricht überbringen: "Munir wird ihnen sagen, dass die Aggressionen der Huthi auch Pakistan in einen Konflikt mit dem Iran hineinziehen könnten", sagte ein Geheimdienstmitarbeiter der dpa.

Quelle: ntv.de, dpa

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