Nordkorea kritisiert MilitärübungPjöngjang bezeichnet Manöver von USA, Südkorea und Japan als Bedrohung

Nordkorea hat eine gemeinsame Militärübung der USA, Südkoreas und Japans als "Bedrohung" kritisiert.
Die bevorstehende Übung "Freedom Edge" stelle "eine Bedrohung für Nordkorea und die Länder der Region dar", erklärte das Außenministerium in Pjöngjang laut einer Meldung der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA vom Montag. Das Ministerium warf der Regierung von US-Präsident Donald Trump außerdem eine "feindselige Politik" gegenüber Nordkorea vor.
Die USA betrieben "Luftspionage und andere militärische Provokationen" gegenüber Pjöngjang, erklärte das nordkoreanische Außenministerium laut KCNA. "Die Trump-Regierung hat damit ihre unveränderliche feindselige Politik, die Souveränität, die politische Ordnung und die Sicherheitsinteressen Nordkoreas hemmungslos zu verletzen, voll und ganz bestätigt."
Vor diesem Hintergrund sei Nordkoreas Atomwaffen-Arsenal "die verantwortungsvollste und richtigste Option zur Gewährleistung von Frieden und Sicherheit in der Region", erklärte das Außenministerium in Pjöngjang weiter.
Die Übung "Freedom Edge" soll nach Angaben aus Seoul vom 7. bis zum 11. September in internationalen Gewässern östlich und südlich der Insel Jeju stattfinden. Das jährliche "defensive Manöver" der drei Länder werde ausgeführt, "um auf die Nuklear- und Raketenbedrohungen Nordkoreas zu reagieren und Frieden und Stabilität in der Region zu gewährleisten", hatte der südkoreanische Generalstab in der vergangenen Woche erklärt.
"Freedom Edge" wurde erstmals im Juni 2024 abgehalten. Die Staats- und Regierungschefs der drei beteiligten Länder hatten bei einem Treffen in den USA 2023 eine entsprechende Vereinbarung getroffen.
In der vergangenen Woche hatten die USA nach Angaben aus Seoul die für September mit Südkorea geplante amphibische Landungsübung "Ssangyong" abgesagt. Die US-Armee habe den Schritt damit begründet, dass ihre Fähigkeit, Truppen zu entsenden, "aufgrund der Lage im Nahen Osten eingeschränkt" sei, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Marinekorps.