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Oberlandesgericht HamburgProzessbeginn Nord-Stream-Pipeline Anschlag von 2022

14.10.2026, 11:36 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg beginnt am Vormittag der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines vor gut vier Jahren.

Dem ukrainischen Staatsbürger Serhii K. wird vorgeworfen, den Sabotage-Akt im September 2022 geplant und federführend ausgeführt zu haben. Die Anklage wurde vom Generalbundesanwalt erhoben. Serhii K. war im August 2025 in Italien festgenommen und im November nach Deutschland überstellt worden. Bei den Explosionen im September 2022 wurden drei der vier Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee zerstört.

Die Leitungen waren für den Import von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden. Lange Zeit wurde über die Urheberschaft der Tat spekuliert. Entscheidende Frage ist, ob die Täter im Auftrag der ukrainischen oder gar der russischen Regierung gehandelt haben. Ob dies im Verlauf des Prozesses geklärt werden kann, ist allerdings offen. Beide Länder weisen eine Beteiligung an der Sabotage offiziell zurück. Auch Serhii K. bestreitet die Anklagepunkte. Verantworten muss sich der Angeklagte unter anderem wegen eines Kriegsverbrechens und der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die Dauer des Prozesses ist ebenso ungewiss, angesetzt sind Verhandlungstage bislang bis Februar 2027.

Quelle: ntv.de, rts

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