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Deutsche Verluste im Typklassen-RankingReparaturkosten-Vergleich: Chinesische Autohersteller auf Überholspur

05.10.2026, 11:23 Uhr
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Neue Typklassen für Millionen Autos: Rund 5,9 Millionen Halter müssen mit höheren Einstufungen rechnen. (Foto: picture alliance/dpa)

Europas Autohersteller verlieren im Wettbewerb mit der chinesischen Konkurrenz nach einer Analyse der Versicherung Allianz rasch ihren bisherigen Vorteil günstigerer Reparaturkosten.

In der Kfz-Versicherung ist demnach der Vorsprung heimischer Fahrzeuge bei der Einstufung in niedrigere Typklassen geschrumpft. "2024 waren die europäischen Hersteller in der Versicherungseinstufung noch drei Typklassen besser als die chinesischen Hersteller", sagte Christian Sahr, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik (AZT) in Ismaning. "Und in 2026 ist es nur noch eine Typklasse."

Das Allianz-Zentrum für Technik zählt in der Autobranche seit Jahrzehnten zu den prominenten Adressen bei Unfallforschung und Fahrzeugsicherheit. Die Typklassen werden vom Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) festgelegt. Teure Autos sind üblicherweise in höhere Kasko-Typklassen eingestuft.

"Die chinesischen Hersteller sind im Durchschnitt 1,5 Typklassen besser geworden, die europäischen Hersteller 0,5 Typklassen schlechter", sagt Sahr. "Ein erster Trend ist deutlich zu erkennen: die chinesischen Hersteller lernen schnell. Der zweite sehr negative Trend ist, dass die europäischen Hersteller im Durchschnitt schlechter werden." Grundlage der Auswertung waren die Einstufungen der seit 2024 in Deutschland auf den Markt gekommenen Automodelle: 2024 waren es 174, 2025 dann 115, und in der ersten Hälfte dieses Jahres 35.

"Europäische Hersteller scheinen der Reparaturfreundlichkeit ihrer Fahrzeuge zunehmend weniger Bedeutung beizumessen", sagte der Ingenieur. "Für Fahrzeughalter kann das teuer werden." Die Gesamtkosten eines Fahrzeugs steigen demnach mit zunehmendem Alter des Wagens. "Viele Kundinnen und Kunden erleben diese Kostensteigerung und sind davon oft unangenehm überrascht, wenn sie sich vorher nicht damit beschäftigt haben." Sahrs Frage an die europäischen Hersteller: "Warum geben sie einen Wettbewerbsvorteil auf, der für Verbraucherinnen und Verbraucher immer wichtiger wird?"

Quelle: ntv.de, dpa

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