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Amnesty erhebt schwere VorwürfeRussland soll Ausländer mit falschen Versprechen für Ukraine-Krieg rekrutieren

10.09.2026, 12:32 Uhr
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Russland Menschenhandel bei der Rekrutierung von ausländischen Kämpfern für den Krieg in der Ukraine vorgeworfen.

"Viele Rekruten wurden mit falschen Versprechungen von zivilen Jobs, hohen Gehältern, einem Aufenthaltstitel oder der russischen Staatsbürgerschaft gelockt und fanden sich prompt an der Front in der Ukraine wieder", schrieb Amnesty in einem veröffentlichten Bericht. Bei der Anwerbung werden demnach Mittel wie Nötigung, Betrug, Täuschung oder die Ausnutzung einer wirtschaftlichen Schwächelage eingesetzt. Damit seien die Voraussetzungen für den Vorwurf des Menschenhandels nach dem UN-Protokoll von Palermo aus dem Jahre 2000 erfüllt.

In ihrer Recherche seien zwischen 2024 und 2026 bei sechs Besuchen etwas mehr als ein Dutzend Ausländer in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern befragt worden. Diese seien aus Drittstaaten wie Kolumbien, Kuba, Ägypten, Somalia oder Südafrika gewesen. Nur drei der Befragten hatten den Angaben nach bewusst den Vertrag für den Kriegsdienst in der Ukraine unterzeichnet.

So schilderten Kriegsgefangene aus Brasilien und Sri Lanka, dass ihnen nach der Vertragsunterzeichnung Pässe und Mobiltelefone abgenommen worden seien. Die Verträge seien zudem auf Russisch gehalten gewesen, niemand habe Englisch gesprochen. Die neuen Soldaten erhielten den Angaben nach nur eine unzureichende militärische Grundausbildung von rund zwei Wochen.

Quelle: ntv.de, dpa

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