Kurznachrichten

Machtwechsel in SerbienRussland und China setzen auf Zusammenarbeit mit neuer Führung in Belgrad

26.10.2026, 12:43 Uhr
627939436
(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Serbiens Beziehungen zu Russland und China waren unter Langzeitmachthaber Vucic eng. Auch bei einem Machtwechsel wollen Moskau und Peking das Verhältnis weiter entwickeln.

Russland und China setzen trotz eines bevorstehenden Machtwechsels in Serbien auf eine Zusammenarbeit mit der neuen Führung in Belgrad. Moskau hoffe, dass die neue politische Kraft begreife, dass die Zusammenarbeit mit Russland im Interesse Belgrads sei, weil vor allem Serbien einen Nutzen davon habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Das Land bezieht von der Energiegroßmacht Russland vergleichsweise preiswertes Gas.

In Serbien hatte am Sonntag die neue oppositionelle Studentenliste die vorgezogene Parlamentswahl überraschend klar gewonnen. Langzeitmachthaber Aleksandar Vucic räumte seine Niederlage ein. "Wir wollen unsere Hoffnung ausdrücken, dass die Handlungen konstruktiv auf die weitere Entwicklung der Beziehungen ausgerichtet sind", sagte Peskow mit Blick auf die Wahlsieger.

Außerdem setze Russland auf Vucic bei seiner Arbeit in der Opposition, sagte Peskow. Moskau schätze seinen bisherigen Beitrag für das Verhältnis beider Länder sehr. Russland hofft vor allem auch darauf, dass sich Serbien weiterhin nicht den westlichen Sanktionen wegen Moskaus Angriffskriegs gegen die Ukraine anschließt.

Auch China und Serbien pflegten unter Vucic ein enges Verhältnis. Nach der Wahl sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking, China sei bereit, mit der neuen serbischen Regierung zusammenzuarbeiten, um die traditionelle Freundschaft zu fördern, und das gegenseitige politische Vertrauen zu festigen.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales