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"Effizienter, vorausschauender, gerechter"Schneider: Großverbraucher sollen mehr Wasserkosten tragen

05.10.2026, 09:48 Uhr
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Bundesumweltminister Carsten Schneider hat angesichts des Klimawandels zu einer grundlegenden Neuorientierung in der deutschen Wasserpolitik aufgerufen.

"Wir müssen als Land einen neuen Umgang mit Wasser finden: effizienter, vorausschauender, gerechter", sagte der SPD-Politiker am Montag bei einem von seinem Ministerium ausgerichteten Forum "Zukunft Wasser" in Berlin.

Anstatt Wasser wie bisher schnell abzuleiten, müsse es in der Landschaft gehalten werden, etwa durch die Wiedervernässung von Mooren. Dafür seien Investitionen in die Wasserinfrastruktur wie Speicher und leistungsfähige Kläranlagen entscheidend. Die Länder sollten dafür auch Mittel aus dem schuldenfinanzierten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität nutzen, forderte Schneider.

Zudem müssten die Kosten fair verteilt werden. So sollten sich die Verursacher von Mikroschadstoffen wie die Pharma- und Kosmetikindustrie an den Kosten für den Ausbau der Kläranlagen beteiligen. "Die Investitionen müssen fair finanziert werden: nicht vom Konsumenten, sondern vom Verursacher", sagte Schneider. Er setze auf eine europäische Lösung. "Aber wenn es sein muss, kann ich mir auch einen nationalen Weg vorstellen."

Bei zunehmender Wasserknappheit müssten zudem Großverbraucher wie Rechenzentren mehr für Wasser bezahlen oder in Spartechnik investieren, anstatt mit den Grundbedürfnissen der Bürger zu konkurrieren.

Im Rahmen des Forums unterzeichnet Schneider zusammen mit EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall eine gemeinsame Erklärung. Ziel ist es, die Umsetzung des europäischen Wasserrechts zu beschleunigen und die Wiederverwendung von Wasser zu fördern.

Quelle: ntv.de, rts

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