Aber keine "Verschuldungskrise"Schufa: 2025 mehr Verbraucher in Deutschland finanziell unter Druck geraten

Angesichts hoher Lebenshaltungskosten und einer schwächelnden Konjunktur sind nach Angaben der Auskunftei Schufa im vergangenen Jahr etwas mehr Verbraucherinnen und Verbraucher unter finanziellen Druck geraten als im Vorjahr.
2025 sei der Anteil der Verbraucher mit "Zahlungsstörungen" auf 8,1 Prozent gestiegen, teilte die Schufa mit. Ein Jahr zuvor lag der Wert demnach bei 7,9 Prozent.
Der Anstieg bedeutet, dass es im vergangenen Jahr etwas mehr Menschen mit fälligen und noch unbezahlten Forderungen gab, die von Unternehmenskunden und Banken an die Schufa gemeldet wurden. Im Datenbestand der Auskunftei zum 31. Dezember 2025 waren laut Schufa Angaben zu rund 69 Millionen Verbrauchern in Deutschland vorhanden.
Gestiegen ist demnach auch die Zahl derjenigen, für die 2025 eine "erstmalige Zahlungsstörung" verzeichnet wurde. Hier wurde laut Schufa ein Plus von etwa zwölf Prozent festgestellt - dies sei "ein Indikator dafür, dass immer mehr Verbraucher ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können und in finanzielle Schwierigkeiten geraten".
Wie die Auskunftei weiter mitteilte, lag der Anteil nicht vertragsgemäß bedienter Ratenkredite im vergangenen Jahr bei drei Prozent, nach 2,9 Prozent im Vorjahr. Bei Hypothekenkrediten stieg die Quote nicht vertragsgemäß bedienter Darlehen von 0,12 Prozent auf 0,13 Prozent.
Schufa-Chefin Tanja Birkholz wies darauf hin, dass sich als Folge der Teuerungswellen in den vergangenen Jahren "mittlerweile alle relevanten Kennzahlen verschlechtert" hätten. "Ein zunehmender Teil der Verbraucher gerät finanziell unter Druck", erklärte sie. "Eine Verschuldungskrise in Deutschland verzeichnen wir basierend auf unserem Datenbestand indes nicht."