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Waren zollfrei nach China exportierenSchweiz und China schließen Verhandlungen über Freihandelsabkommen ab

20.08.2026, 17:12 Uhr
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Symbolbild

Schweizer Unternehmen können ihre Waren künftig voraussichtlich nahezu vollständig zollfrei nach China exportieren.

Schweizer Unternehmen können ihre Waren künftig voraussichtlich nahezu vollständig zollfrei nach China exportieren. Die Schweiz und die Volksrepublik haben die Verhandlungen über eine Optimierung ihres Freihandelsabkommens abgeschlossen, wie Bundespräsident Guy Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao am Donnerstag bei einem Treffen in Bern bekannt gaben. Mit der Vereinbarung soll ein Ungleichgewicht beseitigt werden: Während nach dem aktuellen Abkommen fast alle chinesischen Importe in die Schweiz zollfrei sind, galt dies bislang nur für rund die Hälfte der Schweizer Exporte nach China. Künftig soll dieser Anteil auf 99,8 Prozent steigen.

Das verbesserte Abkommen sichert zudem den Zugang von Schweizer Investoren zum chinesischen Markt. Darüber hinaus werden die Bestimmungen zu Umweltfragen und Arbeitsrechten gestärkt. Nach einer rechtlichen Bereinigung soll die Unterzeichnung noch im Jahr 2026 erfolgen, gefolgt von den jeweiligen innerstaatlichen Genehmigungsverfahren.

Die Verhandlungen zur Modernisierung des Abkommens aus dem Jahr 2014 waren im September 2024 offiziell gestartet worden und wurden nach fünf Runden abgeschlossen. China ist nach der EU und den USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Die Schweizer Regierung will mit der Vereinbarung den Zugang zum chinesischen Markt verbessern und zur Diversifizierung der Absatzmärkte für heimische Unternehmen beitragen.

Durch den Zollstreit mit den USA hat der Zugang zu anderen wichtigen Absatzmärkten an Bedeutung gewonnen. Bemühungen um eine Modernisierung des Abkommens mit China gerieten jedoch wegen Berichten über Bedenken hinsichtlich der Menschenrechtslage in der Volksrepublik ins Stocken. Im vergangenen Jahr unterzeichnete die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA), der die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein angehören, ein Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Zudem schloss die EFTA 2024 ein Abkommen mit Indien zur Senkung von Zöllen auf Exportgüter ab, darunter Pharmazeutika, Maschinen, Uhren und optische Instrumente.

Quelle: ntv.de, RTS

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