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Sorge in der ChemiebrancheDeutsche Chemieindustrie warnt wegen Iran-Krieg vor Rohstoffengpässen

13.03.2026, 09:54 Uhr
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Die deutsche Chemieindustrie sorgt sich infolge des Iran-Kriegs um ihre Versorgung mit Rohstoffen, die teils in der Golfregion produziert werden.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) nannte am Freitag etwa Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel, die knapp werden könnten. "Zusätzlich gibt es erste Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten."

Für die Unternehmen des Sektors sieht der VCI große Risiken durch die Blockade der Straße von Hormus. "Diese gehen über die Öl- und Gasversorgung hinaus", erklärte der Verband. Die Hormus-Meerenge wird vom iranischen Militär kontrolliert und damit die Verbindung der Häfen der Golfstaaten sowie des Iraks mit den Weltmeeren.

Der VCI veröffentlichte am Freitag seinen Quartalsbericht, der vor allem eine fortgesetzte "Talfahrt" der Unternehmen beschreibt: "Produktion, Preise und Umsatz waren erneut rückläufig." Die Branche leide besonders unter der schwachen Industriekonjunktur und die Entlastungsmaßnahmen "sind noch nicht an den Werkstoren angekommen".

"Nach dem Regierungswechsel hatten wir uns deutlich mehr erhofft", monierte VCI-Präsident Wolfgang Große Entrup. Für das Jahr 2026 wage der VCI angesichts der großen Unsicherheit rund um den Krieg im Nahen Osten keine Prognose.

Quelle: ntv.de, AFP

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