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Bundestag berät über FrühstartrenteStaat will für Kinder zehn Euro monatlich ins Depot zahlen

25.09.2026, 12:59 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einer neuen staatlichen Förderung will die Bundesregierung die private Altersvorsorge künftig schon im Kindesalter beginnen lassen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil brachte am Freitag sein Gesetz zur sogenannten Frühstartrente in den Bundestag ein: Es sieht vor, dass der Bund künftig für Kinder und Jugendliche pro Monat zehn Euro in ein individuelles Depot einzahlt - in der Erwartung, dass dann durch die Effekte von Zins und Zinseszins bis zum Rentenantritt eine erkleckliche Summe zusammenkommt.

Dieses neue Vorsorgemodell sei ein "Zeichen für eine bessere Gerechtigkeit in unserem Land", sagte Klingbeil. "Zehn Euro im Monat, das mag vielleicht erst mal wenig klingen", sagte Klingbeil. "Aber durch den frühen Start kommen über Jahrzehnte große Summen zusammen: Alleine aus der staatlichen Förderung kann bis zum Renteneintritt ein Beitrag von 53.000 Euro entstehen." Wenn Eltern oder Großeltern dann noch jeden Monat 20 Euro dazugäben, werde bis zum Renteneintritt eine Summe von 160.000 Euro zusammenkommen.

Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung bereits Kinder an eine kapitalgedeckte Altersvorsorge heranführen. Heranwachsende von sechs bis 18 Jahren bekommen dabei eine staatliche Förderung zum Aufbau eines Vorsorgedepots. Der Staat zahlt dafür monatlich zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Depot ein. Die Frühstartrente soll mit dem Geburtsjahrgang 2020 beginnen, rückwirkend zum 1. Januar 2026.

Ab 2027 kommt jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen hinzu. Für frühere Geburtsjahrgänge der unter 18-Jährigen können ebenfalls Verträge geschlossen werden, jedoch ohne staatliche Zuwendungen. Ab der Volljährigkeit kann das Altersvorsorgedepot eigenständig weiter bespart werden.

Quelle: ntv.de, AFP

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