Kurznachrichten

Studie zu ArbeitszufriedenheitWeniger Homeoffice senkt meist Zufriedenheit von Beschäftigten im Betrieb

23.03.2026, 10:10 Uhr
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Wenn Beschäftigte mit Homeoffice-Tagen wieder häufiger in den Betrieb beordert werden, ist ihre Zufriedenheit mit ihrer Arbeit meistens geringer.

Das Gefühl der Belastung steigt dagegen, wie eine am Montag veröffentlichte neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergab.

Demnach liegt der Anteil der Angestellten, die zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten, zwar seit Mitte 2022 stabil bei etwa einem Drittel. 21 Prozent bekamen aber in den zwölf Monaten vor der Befragung die Anweisung, wieder häufiger im Betrieb zu arbeiten. Bei weiteren 13 Prozent sei dies schon vorher geschehen. Im Schnitt wollten Arbeitgeber drei Präsenztage in der Firma.

Bei den Auswirkungen einer solchen "Return-to-Office"-Politik stellten die Forscherinnen Yvonne Lott und Eileen Peters Unterschiede zwischen Führungskräften und Beschäftigten ohne Leitungsfunktion fest. Führungskräfte sehen mehr Präsenztage demnach positiver.

So berichteten Nicht-Führungskräfte von einer um zehn Prozentpunkte höheren beruflichen Belastung als Beschäftigte in Betrieben ohne Einschränkung von Homeoffice. Bei den Führungskräften gebe es dagegen keinen deutlichen Unterschied. Lott und Peters vermuten, dass das möglicherweise daran liegt, dass diese mehr Präsenz etwa durch eine höhere Jobautonomie oder größere zeitliche Spielräume besser kompensieren könnten.

Insgesamt war die Anweisung, ins Büro zurückzukehren, bei den Befragten eher unbeliebt. Auf einer Skala von eins bis zehn bewerteten sie die Rückholinitiativen mit durchschnittlich vier Punkten. Wurde ein Grund dafür genannt, war die Zufriedenheit höher - sie lag bei etwa 4,6 Punkten, ohne Begründung bei 3,7.

Etwa der Hälfte der Befragten wurde ein Grund genannt. Bei gut 86 Prozent von ihnen sollte die Rückkehr ins Büro den kollegialen Austausch fördern, bei drei Vierteln die Teamarbeit erleichtern. 62 Prozent der Befragten vermuteten jedoch auch andere Gründe und gingen davon aus, dass es dem Arbeitgeber vor allem um stärkere Kontrolle geht.

Quelle: ntv.de, AFP

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