Wenige Tage nach NordkoreaSüdkorea gibt erstmals Test von selbst entwickelter Hyperschallrakete bekannt

Wenige Tage nach Nordkorea hat auch Südkorea erstmalig einen Test mit einer selbst entwickelten Hyperschallrakete bekannt gegeben.
Präsident Lee Jae Myung habe den Abschuss des Hyperschall-Gleitflugkörpers am Nachmittag beobachtet, teilte die Präsidentschaft in Seoul mit. Den Angaben zufolge befindet sich die Rakete noch in der Entwicklung.
Hyperschall-Gleitflugkörper seien in der Lage, "den Verlauf auf dem Schlachtfeld zu verändern", hieß es weiter. Ihr "unvorhersehbarer Flugverlauf und ihre überwältigende Geschwindigkeit" ermögliche es ihnen, wichtige strategische Ziel anzugreifen.
Die Flugkörper werden mit Raketenantrieben in die obere Atmosphäre geschossen, von wo aus sie dann mit fünffacher oder noch höherer Schallgeschwindigkeit auf ihr Ziel zugleiten.
Am Wochenende hatte Nordkorea nach eigenen Angaben eine Mittelstrecken-Hyperschallrakete getestet, die ihre Flugbahn mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern kann.
Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem offiziellen Friedensvertrag.
Unlängst hatte eine Explosion im Grenzgebiet mit drei verletzten südkoreanischen Soldaten für neue Spannungen gesorgt. Südkorea geht davon aus, dass nordkoreanische Landminen dafür verantwortlich waren, und wirft dem Norden einen Bruch des Waffenstillstands vor. Nordkorea weist die Anschuldigungen zurück.