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Fokus auf "Projekt Alaska"Trump: Südkorea soll 200 Milliarden Dollar in US-Energieprojekte investieren

01.10.2026, 13:09 Uhr
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(Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa)

Südkorea wird nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump 200 Milliarden Dollar (177 Milliarden Euro) in Energieprojekte in den USA investieren.

Darunter seien auch 54 Milliarden Dollar für ein schon lange diskutiertes Gas-Pipelineprojekt in Alaska, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Regierung in Seoul erklärte am Donnerstag, hier sei noch keine Entscheidung gefallen.

Südkorea hatte als Gegenleistung für niedrigere Importzölle als von Trump angedroht im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt 350 Milliarden Dollar in den USA sowie mehr Importe von Öl und Gas aus den Vereinigten Staaten zugesagt. Die Regierung in Seoul bestätigte am Donnerstag, geplant seien 22,3 Milliarden Dollar für den Bau eines Gaskraftwerks im US-Bundesstaat Texas, das dort Rechenzentren mit Strom versorgen soll.

Das Projekt in Alaska dagegen werde "unter der Voraussetzung geprüft, dass es wirtschaftlich tragfähig ist und den einschlägigen innerstaatlichen Rechtsverfahren unterliegt", erklärte das südkoreanische Handelsministerium. Präsident Lee Jae Myung sagte, die wirtschaftliche Rentabilität müsse gewährleistet sein. Im vergangenen Monat hatte er erklärt, die Verhandlungen über das Projekt in Alaska seien "sehr komplex und schwierig".

Die Idee ist, in Alaska Erdgas zu fördern und durch eine Pipeline 1300 Kilometer entfernt an die Südküste Alaskas zu befördern. Dort soll es in LNG umgewandelt werden, das dann nach Asien verschifft werden kann. Von Umweltschützern wird das Projekt scharf kritisiert.

Zu den Energieprojekten, für die Südkorea zahlen will, gehört laut Trump außerdem der Bau von acht Atomreaktoren in den USA im Wert von insgesamt 120 Milliarden Dollar. Dazu sagte der südkoreanische Präsident Lee am Donnerstag ebenfalls, das hänge von der wirtschaftlichen Rentabilität jedes einzelnen Reaktors ab.

Quelle: ntv.de, AFP

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