Ende nach zehn Jahren möglichUSA lehnen Verlängerung von Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada ab

Die US-Regierung hat eine Verlängerung des Freihandelsabkommens USMCA mit Mexiko und Kanada in seiner gegenwärtigen Form abgelehnt.
Damit beginne eine zehnjährige Frist bis zum Auslaufen des Vertrags, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Mittwoch mit. Die Regierung in Washington strebt Änderungen an, um nach eigenen Angaben Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie in die USA zurückzuholen und Handelsdefizite abzubauen.
Der Pakt bleibe für weitere zehn Jahre in Kraft und werde jährlich überprüft, hieß es in der Mitteilung weiter. Eine Verlängerung um 16 Jahre sei jederzeit möglich, falls sich die drei Länder auf Anpassungen einigen. Für die Woche ab dem 20. Juli seien weitere Verhandlungen mit Mexiko geplant.
Der Mittwoch sei kein Stichtag, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Die Zusammenarbeit werde fortgesetzt. Der kanadische Handelsminister Dominic LeBlanc erklärte seinerseits, das Abkommen bleibe bis 2036 uneingeschränkt in Kraft. Seine Regierung werde zudem weiter daran arbeiten, eine Lösung für die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl, Aluminium, Autos und Holz aus Kanada zu finden.
Zuletzt hatte er jedoch Einfuhrabgaben von 25 Prozent auf Autos aus Mexiko und Kanada sowie 50 Prozent auf Metalle erhoben. In den bisherigen Verhandlungen forderte die US-Regierung, dass in Nordamerika gebaute Fahrzeuge zu 50 Prozent aus US-Teilen bestehen müssen. Trump hatte das USMCA 2020 in seiner ersten Amtszeit selbst auf den Weg gebracht und damals noch als "das beste Abkommen, das wir je geschlossen haben" bezeichnet.