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UN schlägt AlarmVereinte Nationen beklagen stark gestiegene Zahl von Hinrichtungen im Iran

05.08.2026, 14:18 Uhr
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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die Vereinten Nationen haben sich angesichts der gestiegenen Zahl von Hinrichtungen im Iran alarmiert gezeigt.

Seit dem 19. März seien mindestens 56 Menschen in der Islamischen Republik wegen Anklagen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit exekutiert worden, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Mittwoch in Genf. Darunter seien 27 Menschen, die vor dem Hintergrund der Proteste im Winter hingerichtet worden seien.

"Mehr als hundert weitere" Menschen könnten wegen ähnlicher Anklagen exekutiert werden, erklärte Türk weiter. Auch Hinrichtungen wegen Drogendelikten würden "weiter in alarmierendem Tempo vollstreckt". Der Vollzug der Todesstrafe erfolge, um "Angst zu schüren", fügte Türk hinzu. Er forderte Teheran auf, alle Hinrichtungen zu stoppen und auf die Abschaffung der Todesstrafe hinzuarbeiten.

Ende Dezember hatten sich Proteste wegen der schlechten Wirtschaftslage im Iran rasch zu großen Demonstrationen gegen die politische Führung ausgeweitet. Am 8. und 9. Januar erreichten die Proteste ihren Höhepunkt.

Teheran räumte danach ein, dass es mehr als 3000 Tote gegeben habe, und führte die Gewalt auf von den USA und Israel gesteuerte "Terrorakte" zurück. Ausländische Menschenrechtsorganisationen sprachen dagegen von einer staatlichen Niederschlagung der Proteste mit tausenden Toten.

Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen ist der Iran nach China das Land, in dem die Todesstrafe am häufigsten vollstreckt wird. Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar nahm die Zahl der Hinrichtungen demnach weiter zu.

Quelle: ntv.de, AFP

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