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In der Nähe von ReykjavikVulkanausbruch auf Island

11.07.2023, 13:26 Uhr
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Das Drohnenfoto zeigt den Ausbruch unweit des Berges Litli-Hrútur auf der dünn besiedelten Reykjanes-Halbinsel. (Foto: Ragnar Visage/RUV/dpa)

Auf der Nordatlantik-Insel Island sprudelt einmal mehr glutrote Lava aus der Erde. Bei dem dritten Vulkanausbruch im dritten Jahr in Folge hat sich in der Nähe der Hauptstadt Reykjavik ein Hunderte Meter langer Erdspalt aufgetan, aus dem das flüssige Gestein seit dem späten Montagnachmittag an die Oberfläche tritt. Nach einem kräftigen Start der Eruption nahm die Aktivität am Dienstag recht deutlich ab, wie Live-Aufnahmen aus dem Vulkangebiet auf der südwestisländischen Reykjanes-Halbinsel zeigten.

"Das hat sich jetzt zu einem schwachen Ausbruch entwickelt, was sehr gute Nachrichten sind", schätzte der führende Geophysiker Magnús Tumi Gudmundsson am Dienstag beim isländischen Rundfunksender RÚV ein. Der Erdriss habe sich stark verkürzt und der Lavafluss ebenso abgenommen wie die Gasentwicklung. Glücklicherweise entwickle sich die Eruption nicht so, wie sie in den ersten Stunden ausgesehen habe. «Das ist ein deutlich menschenfreundlicherer Ausbruch», sagte Gudmundsson.

Der Ausbruch hatte sich wie bereits vorherige Eruptionen in dem Gebiet im August 2022 und davor im März 2021 mit Tausenden teils kräftigen Erdbeben angekündigt. Am Montag meldete die staatliche Wetterbehörde Vedurstofa dann schließlich, dass die Eruption gegen 16.40 Uhr direkt nordwestlich des Berges Litli-Hrútur begonnen habe. In der Nacht zum Dienstag sprach die Behörde von einer mittlerweile gut 900 Meter langen Erdspalte und deutlich schneller fließender Lava als bei den vorherigen Ausbrüchen in der Gegend.

Quelle: ntv.de, dpa

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