Kurznachrichten

Zur "unerwünschten Organisation" erkWadephul kritisiert Vorgehen Russlands gegen DAAD scharf

13.02.2026, 16:43 Uhr
Der-Deutsche-Akademische-Austauschdienst-darf-in-Moskau-nicht-weiterarbeiten
Der Deutsche Akademische Austauschdienst darf in Moskau nicht weiterarbeiten. (Archivbild)

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat das Vorgehen der russischen Behörden gegen den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) scharf kritisiert.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat das Vorgehen der russischen Behörden gegen den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) scharf kritisiert. "Wir verurteilen diese Maßnahme auf das Schärfste. Sie ist völlig unbegründet", sagte Wadephul am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Bundesregierung fordere Russland auf, die Entscheidung umgehend zurückzunehmen.

"Wir beobachten mit Sorge, dass die Wissenschaftsfreiheit in Russland immer stärker eingeschränkt wird", fügte Wadephul hinzu. "Immer mehr unabhängige Wissenschaftsorganisationen werden systematisch an ihrer Arbeit gehindert." Dies sei "sehr bedauerlich", betonte der Minister. "Aber das ist eine Realität, die wir zur Kenntnis nehmen müssen."

Der DAAD erklärte am Freitag, er habe seine Arbeit in Russland eingestellt. Das DAAD-Büro in Moskau und das vom DAAD verantwortete "Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus" in Moskau seien geschlossen worden. Das russische Justizministerium hatte den DAAD demnach am 10. Februar zur "unerwünschten Organisation" erklärt.

Der Austauschdienst hatte nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor rund vier Jahren entschieden, dass es "keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gibt und auch keine Stipendien mehr für ein Studium in Russland", wie DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee weiter mitteilte. "Unverändert sind rund 10.500 russische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, und Russinnen und Russen können sich, zum Beispiel aus Drittländern, weiterhin auf DAAD-Stipendien bewerben", fügte er hinzu.

Quelle: ntv.de, afp

Regionales