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Drohnen-Vorfall & GetreideexportWadephul zum Treffen mit Lawrow

27.09.2026, 20:09 Uhr
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Bundesaußenminister Johann Wadephul. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Hintergründe seines überraschenden Treffens mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow erläutert.

Ein wichtiger Grund sei gewesen, dass Russland kürzlich am Leipziger Flughafen bewaffnete Drohnen eingesetzt habe. "Es ist zum Glück nichts Schlimmes geschehen", sagte der CDU-Politiker am Sonntag in der ARD. Hier sei aber eine Grenze überschritten worden. Er habe klarmachen wollen, dass sich Deutschland widersetzen und wehren werde.

Außerdem hätten ihn Entwicklungs- und Schwellenländer aus dem sogenannten Globalen Süden gebeten, mit Russland zu reden. Sie bekämen keine Getreidelieferungen mehr aus Russland und auch nicht aus der Ukraine. Deswegen drohten im Globalen Süden nun Hungersnöte. Es brauche für das Schwarze Meer einen Waffenstillstand, damit die Exporte wieder möglich werden.

Wadephul sagte, die diplomatische Funkstille nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei richtig gewesen. Nun sei aber der Zeitpunkt gekommen, um wieder zu sprechen. Man dürfe die Verhandlungen mit Russland nicht nur den USA überlassen. Deutschland und Europa hätten eigene Interessen. Es gebe aber noch keinen Anlass für Normalität.

Das Treffen am Samstag fand am Rande der UN-Generalversammlung in New York statt.

Quelle: ntv.de, RTS

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