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Kein langfristiger TrendWeltweiter Rückgang von Endwaldung 2025 um 15 Prozent

14.10.2026, 11:46 Uhr
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Die weltweite Entwaldung hat sich einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr verlangsamt.

Mit der unwiderbringlichen Zerstörung von sieben Millionen Hektar Wald in aller Welt sei das Ausmaß der Zerstörung vergangenes Jahr 15 Prozent geringer gewesen als 2024, erklärte am heutigen Mittwoch das Bündnis Forest Declaration Assessment, dem Wissenschaftler, NGOs und Denkfabriken angehören. Angesichts einer Verschlechterung der Lage in Zentralafrika und der Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño sei dieser Fortschritt aber voraussichtlich nicht von Dauer.

Der deutliche Entwaldungsrückgang im vergangenen Jahr sei "ermutigend" und zeige, "dass Fortschritt möglich ist", sagte Erin Matson, Expertin der Beratungsfirma Climate Focus und Ko-Autorin des Berichts. "Aber für den Moment stellt 2025 eine Ausnahme dar, keinen neuen Kurs."

Der relative Verbesserung im vergangenen Jahr führen die Berichtsautoren auf eine Eindämmung der landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen im brasilianischen Amazonas-Gebiet zurück. Auch sonst habe sich die Lage in Lateinamerika verbessert.

Brasiliens gegenwärtiger Staatschef Luiz Inàcio Lula da Silva setzt sich für den Schutz des Amazonas-Regenwalds ein. Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt am 25. Oktober ist allerdings sein rechtsgerichteter Herausforderer Flávio Bolsonaro Favorit, der wirtschaftlichen Interessen klar den Vorrang vor Umweltbelangen gibt.

Ane Alencar vom brasilianischen Amazonas-Umweltforschungsinstitut Ipam hob hervor, die Verfolgung beider Anliegen müsse kein Widerspruch sein. "Wir haben diese Verringerung der Entwaldung nicht erreicht, indem wir die landwirtschaftliche Produktion oder die Wirtschaftsentwicklung geopfert haben", erklärte sie. Daher sei es denkbar, dass Brasiliens mächtiger Agrarsektor die Tendenz zur Urwaldzerstörung selbst dann umkehre, wenn Lula abgewählt werde.

Die Berichtsautoren warnen, dass aber auch die neuen rechtsgerichteten Staatschefs von Kolumbien und Peru, Abelardo de la Espriella und Keiko Fujimori, den Waldschutz hintertreiben könnten. Davon abgesehen hat sich die Lage im zentralafrikanischen Kongo-Becken im vergangenen Jahr verschlechtert. Allein dort wurden dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Hektar Wald zerstört. Damit war das Ausmaß der dortigen Entwaldung erstmals mit dem in Lateinamerika vergleichbar.

Quelle: ntv.de, AFP

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