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Repräsentative UmfrageZDF-"Politbarometer": Mehrheit der Deutschen lehnt Reformen der Bundesregierung ab

08.10.2026, 12:24 Uhr
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(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger lehnt die von der Regierung geplanten oder schon beschlossenen Reformen ab.

Im am Donnerstag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" meinten nur 30 Prozent, dass die Reformen eher in die richtige Richtung gehen, für 59 Prozent gehen sie eher in die falsche Richtung. Die restlichen elf Prozent waren unentschieden. In den verschiedenen Parteianhängerschaften äußerten sich nur die Anhänger der Union mehrheitlich positiv über die Reformen.

Der Umfrage zufolge überwiegt in der Bevölkerung zudem ganz klar die Meinung, dass bei den Reformen die Belastungen eher ungerecht verteilt sind: Dies sagten 80 Prozent. Nur zwölf Prozent hielten sie für eher gerecht.

Wegen der finanziellen Probleme bei der Pflegeversicherung plant die Bundesregierung höhere Beiträge für Kinderlose und Spitzenverdiener. Während 77 Prozent es richtig finden, dass Gutverdienende in Zukunft einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen sollen, sehen das bei den höheren Beiträgen für Kinderlose nur 45 Prozent aller Befragten so. 50 Prozent finden höhere Pflegebeiträge für Kinderlose hingegen nicht richtig.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die AfD mit unverändert 28 Prozent weiterhin vorne. Dahinter kommen CDU und CSU mit wie im vorherigen "Politbarometer" Ende August 21 Prozent. Die Grünen können sich um einen Prozentpunkt auf 15 Prozent verbessern.

SPD und Linke stehen unverändert bei 13 beziehungsweise zwölf Prozent. Keine Veränderung gibt es auch bei der FDP, die mit drei Prozent weiterhin nicht im Bundestag vertreten wäre. Alle anderen Parteien lägen zusammen bei acht Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Die schwarz-rote Koalition hätte dem Umfrageergebnis zufolge weiter keine Mehrheit.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das "Politbarometer" vom 05. bis 07. Oktober 1311 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

Quelle: ntv.de, AFP

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