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"Phase fragiler Erholung"ZEW-Umfrage: Börsianer blicken weniger optimistisch auf deutsche Wirtschaft

17.02.2026, 11:33 Uhr
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Der Konjunkturoptimismus von Börsenprofis für die deutsche Wirtschaft hat sich im Februar überraschend eingetrübt.

Das Barometer für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten fiel um 1,3 Punkte auf 58,3 Zähler, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 176 Investoren und Analysten mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 65,0 Punkte gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. "Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich." Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern.

Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer deutlich positiver ein: Dieses Barometer stieg um 6,8 Punkte, blieb aber mit minus 65,9 Zählern im negativen Bereich. "Alles in allem stehen die Signale auf eine vorsichtige Konjunkturerholung", sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. Zuletzt hatten harte Konjunkturdaten eine Belebung in der Industrie signalisiert. So wuchsen die Warenexporte im Dezember so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Zudem legten die Industrieaufträge zuletzt nicht nur den vierten Monat in Folge zu, sondern zugleich so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr.

In der deutschen Wirtschaft hat sich die Stimmung ein Stück weit aufgehellt. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hob ihre Konjunkturprognosen deswegen für dieses Jahr an - auf ein Wachstum von 1,0 Prozent von bisher 0,7 Prozent. Wie der Verband auf Basis einer Umfrage bei rund 26.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen mitteilte, sind auch die Exportaussichten verbessert.

Quelle: ntv.de, rts

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