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Demografische Krise verschärft sichZahl der Eheschließungen in China sinkt im ersten Quartal deutlich weiter

11.05.2026, 12:47 Uhr
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(Foto: imago/imagebroker)

Die Zahl der Eheschließungen in China ist im ersten Quartal stark gesunken und unterstreicht damit die demografische Krise des Landes.

Von Januar bis März wurden knapp 1,7 Millionen Ehen registriert, ein Rückgang von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Ministerium für zivile Angelegenheiten mitteilte. Damit hat sich die Zahl der Hochzeiten seit dem Jahr 2017 in etwa halbiert. Die Daten gelten als weiteres Alarmsignal für die chinesische Führung auch was die Geburtenrate betrifft.

Die Entwicklung verschärft die demografischen Herausforderungen für die Volksrepublik. Die Zahl der Einwohner ist 2025 bereits das vierte Jahr in Folge geschrumpft, während die Geburtenrate auf ein Rekordtief gefallen ist. Demografen warnen vor einem anhaltenden Abwärtstrend. In China bekommen Paare traditionell erst nach der Heirat Kinder. Dies spiegelt sowohl tief verwurzelte kulturelle Normen als auch administrative Vorschriften wider. So war in der Vergangenheit die offizielle Registrierung einer Geburt oder der Zugang zu staatlichen Leistungen oft an eine Heiratsurkunde gebunden.

Angesichts der Entwicklung haben die Behörden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Anreize für Hochzeiten und Geburten zu schaffen. Dazu gehören finanzielle Zuschüsse für Familien, der Ausbau der Kinderbetreuung sowie Bemühungen, die medizinischen Kosten rund um die Geburt zu senken. Bislang scheinen diese Initiativen jedoch nur geringe Wirkung zu zeigen. 

Quelle: ntv.de, rts

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