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Studie zu FirmenpleitenZahl der Firmeninsolvenzen steigt im Februar auf 1466 Fälle und liegt fünf Prozent über Vormonat

10.03.2026, 11:02 Uhr
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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

In Deutschland zeichnet sich einer Studie zufolge noch keine Trendwende bei den Firmenpleiten ab.

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften lag im Februar mit 1466 um fünf Prozent höher als im Vormonat, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mitteilte. Der Vorjahreswert wurde um zwei Prozent übertroffen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Februar der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie – liegt die aktuelle Zahl um 58 Prozent höher.

Das Institut erhebt zudem Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen in der Regel zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese stiegen im Februar außergewöhnlich stark an und erreichten den zweithöchsten Wert seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 2020. IWH-Experte Steffen Müller geht deshalb davon aus, "dass im März weiterhin hohe Insolvenzzahlen zu erwarten sind. Im April und Mai ist ein weiterer Anstieg der Zahlen wahrscheinlich".

Die größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen betrafen im Februar laut IWH mehr als 23.000 Arbeitsplätze. Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich über der im Januar (+38 Prozent) und im Vorjahresmonat (+22 Prozent). Die Zahl lag damit etwa viermal so hoch wie im Februar-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Den Angaben zufolge befanden sich auffällig viele Krankenhäuser, Kliniken und andere Gesundheitsdienstleister unter den größten Insolvenzen, darunter das große Klinikum Friedrichshafen mit mehr als 1500 Mitarbeitern.

"Schließungen großer Arbeitgeber führen häufig zu erheblichen und dauerhaften Einkommens- und Lohnverlusten bei den betroffenen Beschäftigten", betonte das IWH. "Die Zahl der von Großinsolvenzen betroffenen Jobs liefert zudem eine gute Annäherung an die Gesamtzahl der von Insolvenz betroffenen Arbeitsplätze."

Quelle: ntv.de, rts

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