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Prallte gegen Konstanzer HafenmauerZwölf Verletzte: Gutachter soll Ursache für Schiffsunglück am Bodensee herausfinden

14.08.2026, 15:02 Uhr
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Archivbild (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Nach dem Schiffsunglück auf dem Bodensee mit zwölf Verletzten soll nun ein Gutachter klären, wie es zu dem Unfall kam.

Nach dem Schiffsunglück auf dem Bodensee mit zwölf Verletzten soll nun ein Gutachter klären, wie es zu dem Unfall kam. Ein Katamaran mit Fahrgästen an Bord prallte am Freitagmorgen gegen die Konstanzer Hafenmauer, wie die Polizei im baden-württembergischen Göppingen mitteilte. Nach Angaben der Katamaran-Reederei Bodensee kamen einige der Verletzten ins Krankenhaus. In Lebensgefahr sei aber niemand. Die Wasserschutzpolizei will nun herausfinden, was genau passierte. Die Konstanzer Staatsanwaltschaft beauftragte einen unabhängigen Sachverständigen mit einem Gutachten. Er solle das Geschehen rekonstruieren, teilten die Ermittler mit. Außerdem suchten sie nach Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.

Die Katamarane verbinden Konstanz und Friedrichshafen. Auch die beiden Schiffsführer wurden verletzt, wie die Reederei mitteilte. "Wir werden alles unternehmen, um die Ursachen herauszufinden, bitten aber vorerst um etwas Geduld", erklärte Geschäftsführer Christoph Witte. Derzeit verkehrten die Schiffe im Zwei-Stunden-Takt. Nach dem Unfall rückten in Konstanz Kräfte des Rettungsdienstes und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an, außerdem die Feuerwehr und die Polizei. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Da der Katamaran stabil auf dem Wasser lag und keine Stoffe austraten, bestand aber nach Polizeiangaben keine Gefahr für weitere Menschen oder die Umwelt. Der Unfall hatte demnach auch keine Auswirkungen auf den restlichen Schiffsverkehr auf dem Bodensee. Der Hafenbetrieb und der Schiffsverkehr liefen weiter. Die Feuerwehr Konstanz veröffentlichte am Freitagnachmittag weitere Einzelheiten zu dem Einsatz. Demnach konnten die DLRG-Boote wegen des niedrigen Wasserstands nicht direkt an den havarierten Katamaran heranfahren. Darum hätten Mehrzweckboote der Feuerwehr sie bei der Rettung der Menschen unterstützt.

Der Bodensee verzeichnet momentan extrem niedrige Wasserstände. Am Pegel Konstanz wurden am Donnerstag 275 Zentimeter gemessen, wie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe am Freitag mitteilte. Das war den Angaben nach der bislang niedrigste Wasserstand des Jahres und ein historischer Niedrigstand für einen 13. August - der bisher niedrigste Wasserstand an einem 13. August sei 2003 mit 300 Zentimetern gemessen worden.

"Normalerweise erreicht der Bodensee seinen niedrigsten Wasserstand im Februar oder März", erklärte LUBW-Präsident Ulrich Maurer. Das aktuelle Niedrigwasser sei "Folge einer Kombination aus schneearmen Wintern in den Alpen, wodurch im Frühjahr das Schmelzwasser fehlt, sowie ausbleibendem Regen und hoher Verdunstung bei andauernd hohen Temperaturen im Hochsommer". Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) warnte: "Die Erderhitzung verändert den Wasserhaushalt spürbar". Im Sommer werde "weniger Wasser da sein, als wir es bisher gewohnt waren".

Quelle: ntv.de, afp

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