Wirtschaft

Hoher Krankenstand unter Piloten 3000 Flüge über Weihnachten gestrichen

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Mehr als 2000 Flüge wurden allein an Heiligabend storniert,

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Zeit um Weihnachten herum gilt traditionell als wichtige Reisezeit. Doch in diesem Jahr bleiben Tausende Jets am Boden. Die Airlines begründen die Flugstornierungen mit hohen Krankenständen.

Weltweit sind über die Weihnachtsfeiertage mehr als 3000 Flüge abgesagt worden. Allein an Heiligabend hätten Fluggesellschaften der Webseite FlightAware zufolge 2325 Verbindungen annulliert, bei mehr als 8000 weiteren kam es zu Verspätungen. Weitere 1400 Flüge seien am 25. Dezember gestrichen worden.

Allein ein Viertel der stornierten Flüge an Heiligabend betraf die USA. Von der Nachrichtenagentur AFP kontaktierte Fluggesellschaften begründeten die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die US-Fluggesellschaft United musste den Angaben zufolge mehr als 170 Flüge streichen - und damit rund neun Prozent der vorgesehenen Flüge. "Der landesweite Anstieg bei den Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Besatzungen und die Menschen, die unseren Betrieb aufrechterhalten", erklärte United.

Lufthansa reduziert Winterflugplan

Die Fluggesellschaft Delta musste am 24. Dezember mehr als 145 Flüge streichen. Zur Begründung nannte die Airline sowohl die Omikron-Variante des Coronavirus als auch wetterbedingte Probleme. Auch bei Alaska Airlines mussten sich zahlreiche Mitarbeiter nach Corona-Kontakten in Selbstisolation begeben, mehr als zehn Flüge mussten gestrichen werden.

Einer Schätzung des Reiseverbands American Automobile Association hatten in den USA 109 Millionen Menschen geplant, zwischen dem 23. Dezember und dem 2. Januar zu verreisen. Dies waren 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten der Reisen für die diesjährige Weihnachtszeit waren jedoch bereits vor dem Auftreten der Omikron-Variante gebucht worden.

Auch die Lufthansa hat über Weihnachten ein Dutzend Fernflüge gestrichen, weil sich zu viele Piloten gleichzeitig krank gemeldet haben. Zudem gab der Konzern am Donnerstag bekannt, im neuen Jahr sein Programm wegen fehlender Nachfrage deutlich zu reduzieren. Im Winterflugplan soll jeder zehnte geplante Flug ausfallen, insgesamt 33.000 Verbindungen werden gestrichen, wie Konzernchef Carsten Spohr ankündigte.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa

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