Wirtschaft

Deutlich weniger Erlöse 5G-Versteigerung kurz vor dem Ende

Der neue 5G-Standard soll die Datenübertragung auf ein neues Niveau heben und die Grundlage für die Digitalisierung der Industrie sein. Nun neigt sich die Frequenzvergabe dem Ende zu. Und der Bund dürfte erheblich weniger einnehmen als erhofft.

Die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G neigt sich dem Ende zu. Aktuell wird nur noch für einen Frequenzblock geboten, wie aus den Informationen der Bundesnetzagentur hervorgeht. Nachdem die Gebote bis Montag deutlich angezogen hatten, liefen die Runden danach nur noch schleppend. Zuletzt nahmen nur noch Telekom und Telefonica am Bieterrennen teil.

Nach bislang 116 Runden sind von den Auktionsteilnehmern Höchstgebote über rund 2,35 Milliarden Euro eingegangen. Bliebe es in diesem Rahmen, wäre das deutlich weniger als erwartet. Analysten hatten für die aktuelle Auktion mit Einnahmen von rund drei Milliarden Euro für den Bund gerechnet.

2015 hatten die Beteiligten in 181 Runden insgesamt 5 Milliarden Euro bezahlt. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals erzielte der Bund einen Gesamterlös von 50,8 Milliarden Euro.

5G soll den Weg für neue Schlüsseltechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0 ebnen. An der Auktion nehmen die Deutsche Telekom, Telefonica Deutschland, Vodafone und die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch teil. Die Auktion läuft seit dem 19. März. Insgesamt werden 41 Frequenzpakete im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band zugeteilt.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/dpa

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