Wirtschaft

Anleger meiden Papiere 5G lähmt United Internet zu Jahresbeginn

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United Internet hofft auf eine Geschäftsverbesserung nach der 5G-Versteigerung.

(Foto: imago/Stockhoff)

Die Versteigerung neuer Funkfrequenzen zieht sich und wird zunehmend teurer. Da in dieser Zeit auch Verhandlungen der Konkurrenten untereinander zum Tagesgeschäft pausieren müssen, kommt United Internet im ersten Quartal kaum voran. Am Markt sorgt das für wenig Begeisterung.

Die sich hinziehende Versteigerung der 5G-Funklizenzen hat United Internet das Ergebnis im ersten Quartal vermasselt. Das Betriebsergebnis (Ebit) des Internet- und Mobilfunkanbieters stagnierte im ersten Quartal auf Jahressicht nahezu bei 181 Millionen Euro. Doch Analysten hatten mit mehr gerechnet. Weil die Preisverhandlungen für die Netzmiete derzeit wegen der laufenden Frequenzauktion stocken, schlugen Mehrkosten in Höhe von 17,5 Millionen Euro zu Buche.

Anleger liefen davon: Die im MDax notierten Aktien von United Internet rutschten um teilweise mehr als sieben Prozent ab. Die Papiere der ebenfalls im Nebenwerteindex gelisteten Tochter Drillisch stürzten zeitweise um sechs Prozent auf ein Viereinhalb-Jahres-Tief.

Konzernchef Ralph Dommermuth rechnet damit, dass es nach dem Ende der Versteigerung der Funklizenzen für das ultraschnelle Internet innerhalb weniger Monate eine Entscheidung für niedrige Preise gibt. United Internet und Drillisch haben keine eigenen Mobilfunknetze, sie mieten Dienste der drei Betreiber Deutsche Telekom, Telefonica Deutschland und Vodafone.

Während der in Mainz laufenden 5G-Auktion, an der Drillisch erstmals teilnimmt, dürfen keine geschäftlichen Verhandlungen geführt werden. Zum Erwerb der 5G-Netze sicherte sich Drillisch von einem Bankenkonsortium Kreditlinien in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Die Gebote bei der seit März laufenden Auktion summieren sich inzwischen auf 5,8 Milliarden Euro. 5G soll den Weg ebnen für neue Schlüsseltechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0.

Die Erlöse von United Internet legten im ersten Quartal vor allem dank neuer Kunden um 1,2 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro zu. Auch Drillisch steigerte Umsatz, Ergebnis und die Zahl der Nutzer. Dommermuth bestätigte die Jahresprognose von United Internet, die er jedoch erst vor wenigen Wochen zurückgenommen hatte. Demnach soll der Umsatz um vier Prozent steigen, das Betriebsergebnis um rund acht Prozent. Drillisch zeigte sich zurückhaltender, da das Geschäft mit Hardware im ersten Quartal schlechter gelaufen sei als erwartet.

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Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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