Wirtschaft

Boeing-Update wird geprüft 737 Max bleiben wohl länger am Boden

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Die amerikanische Airline Southwest parkt derzeit zahlreiche Boeing 737 Max am Flughafen Victorville in Kalifornien.

(Foto: REUTERS)

Nach den Abstürzen zweier baugleicher Maschinen dürfen die Boeing-Modelle des Typs 737 Max vorerst nicht mehr fliegen. Der Flugzeugbauer überarbeitet daraufhin eine Software, die für die Unglücke verantwortlich gemacht wird. Doch eine Wiederzulassung zieht sich hin.

Die nach zwei folgenschweren Abstürzen unter Flugverbot stehenden Maschinen vom Typ 737 Max des US-Herstellers Boeing werden einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge vor Mitte August wohl nicht mehr einsatzfähig sein. Damit stünden sie für große Teile des Ferienverkehrs nicht zur Verfügung, schrieb die Zeitung.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ist gerade dabei, eine von Boeing verbesserte Software für das Flugsteuerungssystem MCAS zu zertifizieren. Die Software gilt als mögliche Ursache der Abstürze zweier Maschinen der indonesischen Fluglinie Lion Air und der äthiopischen Gesellschaft Ethiopian Airlines, bei denen insgesamt 346 Menschen starben. Der Bordcomputer soll die Nase der Boeing nach unten gedrückt haben, die Besatzung war nicht mehr in der Lage, den Fehler zu korrigieren.

Die FAA hatte bereits vor zehn Tagen mitgeteilt, dass der Zertifizierungsprozess einige Monate in Anspruch nehmen kann. Nach Informationen des "Wall Street Journal" müssen auch ausländische Flugsicherheitsbehörden kontaktiert und deren Antworten abgewartet werden.

Ende April hatte sich Boeing-Chef Dennis Muilenburg optimistisch geäußert. Bei den Bemühungen um eine Wiederzulassung der Baureihe 737 Max gebe es "stetige Fortschritte". Insgesamt seien 146 Testflüge mit etwa 246 Flugstunden durchgeführt worden.

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Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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