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Letztes Flugzeug erst 2026 A400M-Auslieferung verzögert sich um Jahre

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Der A400M kostet Airbus Milliarden an Sonderbelastungen.

(Foto: dpa)

Der Transportflieger A400M von Airbus kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. So sollen die letzten Flugzeuge erst Jahre nach dem eigentlich anvisierten Termin ausgeliefert werden. Doch auch auf technischer Seite gibt es neue Probleme.

Die Auslieferung der von der Bundeswehr bestellten Airbus-Militärtransporter A400M "Atlas" soll sechs Jahre länger dauern als bislang geplant. Eine Anfang Februar mit Airbus geschlossene Absichtserklärung sieht vor, die Lieferung der noch ausstehenden A400M über einen längeren Zeitraum zu strecken.

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Airbus 131,52

Das letzte der 53 Flugzeuge würde damit erst 2026 übergeben, hieß es aus Kreisen des Verteidigungsministeriums. Bislang war 2020 vorgesehen. Ein Airbus-Sprecher äußerte sich auf Anfrage nicht zu Details des neuen Zeitplans, weil Stillschweigen vereinbart worden sei.

Das A400M-Programm macht seit Jahren mit Problemen und Verzögerungen Negativschlagzeilen. Allein für das vergangene Jahr verbuchte Airbus dafür Sonderbelastungen von 1,3 Milliarden Euro. Der Flugzeugbau- und Rüstungskonzern hatte wegen der hohen Verluste mit den Käuferstaaten über Zugeständnisse beim Zeitplan verhandelt, um sein finanzielles Risiko zu begrenzen. Verspätungen können zu Vertragsstrafen führen.

Die Bundeswehr hat bisher 16 A400M erhalten. Der Absichtserklärung für die Streckung des Rest-Auftrages soll noch in diesem Jahr eine rechtsverbindliche Vereinbarung folgen.

Nach Angaben des "Spiegel" wurden derweil in Flügeln des Transportfliegers neben Korrosion auch Risse festgestellt. Der Hersteller habe die Betreiberstaaten über Defekte an der Aufhängung der Triebwerke unterrichtet. Ein Airbus-Sprecher sagte dazu, mit einer sogenannten Lufttüchtigkeitsanweisung habe der Hersteller die Kunden über eine bessere Lösung eines Problems informiert. Es handele sich um ein Thema aus dem dritten Quartal 2017, über das die Luftwaffen damals bereits informiert worden seien.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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