Wirtschaft

Einbußen wie seit 2012 nicht Abwärtstrend in Wirtschaft nimmt Fahrt auf

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Zu viele Unwägbarkeiten: Die Aussichten in der Industrie trüben sich bedenklich ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Gemengelage ist nicht neu. Doch weil sich die Themen Brexit, Handelsstreit und Konjunkturabkühlung nicht erledigen, steigt die Nervosität der Unternehmen. Und das schlägt sich immer deutlicher auf die Geschäfte durch.

Die deutsche Wirtschaft hat im März ihre Talfahrt beschleunigt. Die Industrie rutschte noch tiefer den kontraktiven Bereich, während die Dienstleistungen weiter an Dynmik einbüßten. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank auf 51,5 Zähler von 52,8 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte.

Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb deutet es auf eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 44,7 Zähler von 47,6 im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 48,0 prognostiziert. Der Index für den Servicesektor sank auf 54,9 Punkte von 55,3 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 54,5 erwartet.

IHS-Markit-Ökonom Phil Smith sieht hinter dem kräftigen Rückgang viele unwägbare Faktoren. "Die Unsicherheit hinsichtlich des Brexit und der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, die Schwäche der Automobilindustrie und die generell nachlassende weltweite Nachfrage belasteten die Industrie auch im März in ganz erheblichen Ausmaß und sorgten für die stärksten Geschäftseinbußen seit 2012", erklärte Smith.

Auch in der Eurozone hat das Wachstum weiter an Fahrt verloren. Der Sammelindex sank auf 51,3 Zähler von 51,9 im Vormonat. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 47,7 Punkte von 49,3 im Vormonat. Das ist der tiefste Wert seit 2013. Der Index für den Servicesektor sank auf 52,7 Punkte von 52,8 im Vormonat.

"Die Umfrage zeigt, dass das BIP im ersten Quartal voraussichtlich moderat um 0,2 Prozent gestiegen ist, wobei ein Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe in der Größenordnung von 0,5 Prozent durch eine Ausweitung der Produktion im Dienstleistungssektor um etwa 0,3 Prozent ausgeglichen wird", sagte IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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