Wirtschaft

Flugzeug-Bestellungen en masse Airbus legt Senkrechtstart ins neue Jahr hin

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Der Airbus A321 kommt gut an.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Während Boeing Krisenzeiten durchlebt, brummt das Geschäft bei Airbus. In nur einem Monat sammelt der europäische Flugzeugbauer so viele Aufträge, dass schon jetzt ein großer Teil der gesamten Vorjahresstückzahl erreicht ist. Darunter sind auch Bestellungen für ein nagelneues Modell.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus ist mit einem kräftigen Auftragsschub ins neue Jahr gestartet. Nach Abzug von 22 Stornierungen gingen im Januar Aufträge über 274 neue Verkehrsjets ein, wie das Unternehmen in Toulouse mitteilte. Das entspricht mehr als einem Drittel der Netto-Bestellungen, die Airbus im Gesamtjahr 2019 eingesammelt hatte.

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Airbus 60,70

Die größten Aufträge kamen im Januar von der US-Fluglinie Spirit, die eine Order über 100 Mittelstreckenjets der A320neo-Familie festzurrte, und vom Flugzeugfinanzierer ALC, der 102 Maschinen der Typen A220 und A321neo orderte. Zur ALC-Bestellung gehörten auch 27 Exemplare der erst im vergangenen Jahr vorgestellten Langstreckenversion A321XLR.

Auch mit seinen Langstreckenjets vom Typ A350 konnte Airbus punkten. Die Fluggesellschaft Air France-KLM bestellte zehn Flugzeuge, ALC orderte eine Maschine. Allerdings gingen auch Stornierungen über zwei A350 ein.

Der US-Konkurrent Boeing, dem das Flugverbot für sein A320neo-Konkurrenzmodell 737 Max weiterhin schwer zu schaffen macht, hat für Januar noch keine Auftragszahlen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr hatte Boeing wegen der Max-Krise sogar mehr Stornierungen als Neuaufträge kassiert.

Quelle: ntv.de, mra/dpa