Wirtschaft

Gewinn trotz Triebwerks-Ärger Airbus verdient deutlich mehr

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Für das laufende Jahr hält Airbus Konzernchef Tom Enders an seiner Prognose fest, den operativen Gewinn und den Gewinn je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern.

(Foto: REUTERS)

Trotz Triebwerks- und Auslieferungsproblemen lief es für Airbus im dritten Quartal besser als von Analysten erwartet: Der Umsatz stieg um zwei Prozent. Für Verunsicherung sorgen währendessen Ermittlungen zu Korruptionsvorwürfen.

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Airbus hat im dritten Quartal bei etwas höheren Umsätzen deutlich mehr verdient. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 14,2 Milliarden Euro, wie Airbus in Toulouse mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn ist jedoch um vier Prozent zurückgegangen. Grund für den Rückgang sind Verzögerungen bei der Auslieferung von Flugzeugen. Der Gewinn unter dem Strich fiel fast sieben Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, als eine ungewöhnlich hohe Steuerlast am Ergebnis gezehrt hatte.

Der Flugzeug- und Rüstungskonzern bestätigte zudem das Ziel, dieses Jahr mehr als 700 zivile Flugzeuge auszuliefern. Beim A320neo wird allerdings das Ziel verfehlt, 200 Maschinen an die Kunden zu übergeben, warnte Airbus. Grund sei ein Engpass bei Triebwerken von United Technologies. Ganz überraschend kommt das nicht: Airbus hatte das Auslieferziel von mehr als 700 zivilen Flugzeugen wegen der Probleme bei dem Triebwerk gewissermaßen unter Vorbehalt gestellt.

Unterdessen droht Airbus neuer Ärger in den USA. In internen Untersuchungen seien "Unregelmäßigkeiten" bei Meldungen an die US-Behörden zum amerikanischen Regelwerk über den Waffenhandel (ITAR) aufgefallen, erklärte der Konzern. Dabei geht es offenbar um politischen Einfluss, Gebühren und Provisionen.

Airbus wird seit Monaten von einer Korruptionsaffäre erschüttert. Der Konzern sieht sich in mehreren Ländern mit Ermittlungen konfrontiert, bisher vor allem in Großbritannien und Frankreich. Airbus bestätigte, dass sich mögliche Strafen erheblich auswirken könnten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es zu früh, eine Schätzung über mögliche Konsequenzen abzugeben.

Quelle: n-tv.de, hny/rts/dj

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