Wirtschaft

Einbruch im Luftfahrtsektor Alcoa enttäuscht mit Umsatzeinbruch

Traditionell eröffnet der Aluminiumkonzern Alcoa die US-Bilanzsaison, allzuviel Positives gibt es aber diesmal nicht zu berichten: Die Rohstoffpreise für Aluminium sind immer noch im Keller und der starke Dollar tut sein Übriges, um den Gewinn zu drücken.

Der US-Aluminiumhersteller Alcoa hat für das erste Quartal ein Zahlenwerk mit Licht und Schatten vorgelegt. Der Konzern, der die Berichtssaison in den USA traditionell eröffnet, vermeldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7 US-Cent und übertraf damit die Prognose der Analysten von 2 US-Cent klar. Der Umsatz blieb aber mit 4,9 Milliarden US-Dollar hinter der Erwartung von 5,2 Milliarden Dollar zurück. Die Alcoa-Aktie rutschte nachbörslich um 3,6 Prozent auf 9,39 Dollar ab.

Alcoa
Alcoa 39,07

Vor allem die niedrigen Aluminiumpreise machten dem US-Konzern im abgelaufenen Quartal zu schaffen. Außerdem wurde der Ausblick für den Luftfahrtsektor gesenkt. Hier rechnet Alcoa in diesem Jahr nun noch mit einem Wachstum von 6 bis 8 Prozent, nach zuvor 8 bis 9 Prozent. Zudem geht der Konzern nur noch von einem Anstieg der globalen Aluminium-Nachfrage in diesem Jahr von 2 Prozent aus, nachdem zuvor noch eine Zunahme um 6 Prozent erwartet worden war.

Aus eins mach zwei

Die Aluminiumindustrie ist in den USA auf dem Rückzug, obwohl die Autoindustrie mehr Aluminium verbaut, um ihre Fahrzeuge spritsparender zu machen. Dafür importiert sie allerdings mehr Rohaluminium aus dem Ausland, das sie in den USA verarbeiten und schneiden. Anfang des Jahres hatte Alcoa die Schließung eines seiner größten Aluminiumhüttenwerke in Indiana und einer Fabrik in Texas angekündigt.

Der Aluminiumriese will sich in diesem Jahr in zwei Unternehmen aufspalten. Das profitablere Geschäft mit Leichtmetallen für die Flugzeug- und Autoindustrie wird von der traditionellen Aluminiumproduktion getrennt. Über die Bühne gehen soll die Trennung in diesem Jahr. Beide Unternehmen werden an der Börse notiert sein mit dem Ziel, dem kumulierten Aktienkurs auf die Sprünge zu helfen.

Der Aktienkurs hat in der Vergangenheit stark auf die Entwicklung der Aluminiumpreise reagiert, obwohl das traditionelle Geschäft mit Aluminiumhütten einen kleineren Teil ausmacht als der lukrative Bereich mit höherwertigen weiterverarbeiteten Produkten.

Quelle: ntv.de, jve/dj