Wirtschaft

Signal im Lebensmittelhandel Aldi erhöht die Eierpreise

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Neben Eiern verteuern sich auch die Pistazien bei Aldi.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu Beginn des neuen Jahres steigen bei Aldi die Preise für Hühnereier. Auch bei weiteren Produkten dreht der Discounter an der Preisschraube. Andere Händler könnten bald nachziehen.

Die Eierpreise sind wenige Tage nach Jahresbeginn in Bewegung geraten. Aldi hat die Preise für die 10er-Packung Eier aus Bodenhaltung und aus Freilandhaltung um jeweils 10 Cent angehoben. Die neuen Preise gelten seit Freitag, wie eine Sprecherin von Aldi Süd mitteilte. Demnach kosten bei Aldi Süd 10 Eier aus Bodenhaltung nun 1,29 Euro und aus Freilandhaltung 1,69 Euro. Auch beim selbständigen Schwesterunternehmen Aldi Nord gelten diese Preise, wie aus einer Online-Übersicht des Discounters hervorgeht.

Das ist nach Einschätzung von Branchenbeobachter Matthias Queck kein Rekordhoch. "Auf diesem Preisstand waren sie vorher schon einmal", sagte er. Anfang Januar sei im Handel traditionell ein Zeitpunkt, an dem sich Eierpreise verändern können. Aldi gilt als Messlatte für andere große Lebensmittelhändler, die zumeist innerhalb weniger Tage Preisveränderungen bei den häufig verkauften Produkten in der untersten Preislage nachvollziehen.

Auch einige Schokoladenprodukte wurden zum 10. Januar bei Aldi teurer. Kräftig um fast 20 Prozent stieg der Preis für Pistazien. Aldi Nord verwies bei den jüngsten Preisveränderungen auf höhere Rohstoffpreise. "Generell orientieren wir uns stets an der Entwicklung der Rohstoffpreise, um keine Qualitätskompromisse für unsere Kunden einzugehen. Entwickeln sich die Preise wieder runter, geben wir den Preisvorteil umgehend an unsere Kunden weiter", erklärte eine Sprecherin des Essener Unternehmens auf Anfrage.

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Die Masse der in Deutschland gelegten Hühnereier stammt Daten aus dem Statistischen Bundesamt zufolge aus der Bodenhaltung. Größere Trends sind dabei in der vergangenen Jahren kaum zu erkennen. Die Nachfrage nach Eiern aus Freilandhaltung und ökologischer Erzeugung nimmt offenbar nur langsam zu.

Einen sehr viel größeren Effekt hatten die zeitweiligen Verkaufsbeschränkungen für Eier aus der Freilandhaltung im Winter 2016/17. Damals führte die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N8 zu empfindlichen Einbußen im Eier-Geschäft.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa